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Kein Geld mehr für den Kammerchor

Die Schweiz verliert den einzigen grossen professionellen Konzertchor des Landes: Weil er finanziell nicht mehr über die Runden kommt, löst sich der Schweizer Kammerchor (SKC) zum Ende der Konzertsaison 2010/2011 auf.

Dieser Inhalt wurde am 02. Juni 2010 - 18:27 publiziert

Es sei nicht gelungen, die Lücke zu schliessen, die durch den Wegfall der Subventionen der Stadt Zürich entstanden sei, heisst es in einem Communiqué des Konzertchors. Das Stadtparlament hatte im Januar ein letztes Mal 200'000 Franken für den Chor bewilligt.

Bedingung für eine Verlängerung der Subventionen durch die Stadt Zürich war, dass der Kammerchor noch andere Mittel von Privaten und öffentlichen Stellen auftreibt. Da ihm dies aber in den vergangenen zwei Jahren nicht gelungen war, versagte Zürich weitere Gelder.

Dem Bundesamt für Kultur fehlen laut deren Sprecherin Anne Weibel die rechtlichen Grundlagen, um den SKC zu unterstützen. Gleiches gilt für die Kulturstiftung Pro Helvetia. Weil Subventionen der öffentlichen Hand ausblieben, erklärten auch Stiftungen, die den SKC lange unterstützt hatten, die Verträge auslaufen zu lassen.

Das Jahresbudget des SKC beträgt zwischen 1,8 und 2,5 Millionen Franken.

20 bis 40 professionelle Sängerinnen und Sänger verlieren mit dem Ende des SKC einen existentiellen Teil ihres Einkommes, wie Fritz Näf, der künstlerische Leiter, sagte.

Gebildet wird der Chor aus einem Pool von rund 400 Sängerinnen und Sängern.

swissinfo.ch und Agenturen

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