Keine Zeitungsrevolution im Mittelland

Der Untertitel "Mittelland Zeitung" taucht nicht das erste Mal in der Schweizer Presselandschaft auf. Seit 1994 hat sich die Medienlandschaft zwischen Solothurn und Baden aber grundlegend verändert.

Dieser Inhalt wurde am 14. März 2001 - 10:23 publiziert

Der Zusammenschluss von "Aargauer Tagblatt", "Zofinger Tagblatt" und "Oltner Tagblatt" zur "Mittelland-Zeitung" Anfang 1994 war keine eigentliche Fusion. Die drei Partner blieben damals finanziell eigenständig, behielten ihre Namen und führten die Bezeichnung "Mittelland-Zeitung" (Auflage: knapp 100'000) lediglich als gemeinsamen Untertitel.

Das "wirtschaftlich bedingte Kooperationsmodell", so die Verleger damals, dauerte knapp zwei Jahre. Als sich das "Aargauer Tagblatt" mit dem "Badener Tagblatt" auf Ende 1996 zur "AargauerZeitung" (Auflage: 120'000) zusammenschloss, wurden die Karten im Westaargau und im benachbarten Solothurn neu gemischt.

Als Reaktion gegen die Konkurrenz im Ostaargau kam es 1996 - auf dem selben Modell basierend wie 1994 - zum Schulterschluss von "Zofinger Tagblatt", "Oltner Tagblatt" und "Solothurner Zeitung". Die drei Blätter erschienen danach unter dem gemeinsamen Untertitel "Neue Mittelland-Zeitung" (Auflage: rund 85'000).

Mit dem am Mittwoch vorgestellten Projekt einer "Mittelland Zeitung" (Auflage: über 200'000) erlebt das 1994 erstmals erprobte Kooperationsmodell im Raum Aargau/Solothurn nun seine dritte Auflage. Die vier Tageszeitungen stehen weiterhin auf eigenen finanziellen Füssen und legen ihre Aktivitäten lediglich im überregionalen Bereich zusammen.

swissinfo und Agenturen

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