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Klassische Klänge nah dem Himmel

Sogar im Liegestuhl kann in St.Moritz während des Festivals klassischer Musik gelauscht werden. swissinfo.ch

Bereits zum vierten Mal findet im lichten Oberengadin das Klassik-Festival "Snow and Symphony" statt. Vom 23. März bis 1. April, die Gelegenheit Weltstars zu hören und die Wintersaison ausklingen zu lassen.

Dieser Inhalt wurde am 22. März 2001 - 16:37 publiziert

Tagsüber wedelnd, carvend, boardend die, hoffentlich noch, weissen Hänge hinuntersausen und abends einem Konzert in gediegener Ambiente lauschen. Oder zuerst ein Konzert und dann eine Schussabfahrt. Diesen Traum hatte der Konzertpianist Peter Aronsky. Er, der seit den 80er Jahren in St.Moritz lebt, liess es nicht beim Träumen, sondern liess Träumen Taten folgen.

Eigenhändig organisierte er Mondlichtkonzerte auf dem Corvatsch, das heisst Aronsky gab ein Konzert, der Mond schaute zu und anschliessend fuhr man gemeinsam zu Tale. In Begleitung von Skilehrern und fakeltragend, versteht sich. Aber der Traum war noch nicht zu Ende. Und so gelang es Peter Aronsky vor vier Jahren mit viel Überzeugungsarbeit die schönen Belle-Epoque-Säle, der grossen Grand Hotels in St.Moritz und Umgebung musikalisch zu nutzen. Und die Konzerte nah dem Himmel mit abschliessender Talfahrt zu erhalten.

Weltstars im Oberengadin

Sonne, Schnee, Klassik und das Parfum des Luxus. Das Programm von "Snow and Symphony" scheint aufzugehen. Jedes Jahr finden mehr konzertbegeisterte den Weg ins Oberengadin und unter den Weltstars der Klassik-Szene sind etliche bereits das vierte Mal dabei. Zudem ist die gesellschaftliche "Tote-Hose-Zeit" zwischen Skiferien und Ostern mit dem Festival bestens überbrückt.

Der Auftakt zum diesjährigen Gala-Eröffnungskonzert gehört dem berühmten Dirigenten und Pianisten Vladimir Ashkenazy. Zusammen mit seinem Sohn Dimitri, der Klarinette spielt, sind Werke von Mozart und Rossini zu hören. Weitere Klassiksterne sind die Sängerinnen Vesselina Kasarova und Barbara Hendricks, der Dirigent Gustav Kuhn, der lettische Stargeiger Gidon Kremer, aber auch Mirijam Contzen, Sergei Khachatrian, Giuliano Carmignola versprechen Musik vom Feinsten.

Weltstars und junge Talente, beide haben ihren Platz im Engadin. Einer der Höhepunkt findet am 26. März auf der Corviglia statt. Ein Indoor-Konzert für ein Publikum auf Liegestühlen. Zu hören sind Werke von Mendelssohn, Schubert und Vasks.

Natürlich lebt das Festival nicht von klingenden Namen allein. Zu seinem Erfolg tragen nicht unwesentlich die einzigartige Schönheit des Oberengadins, sowie die bisweilen intime Atmosphäre in den schönen Sälen bei.

Aber auch der Hauch der Exklusivität, "das Sehen und Gesehen werden", das Noble und Edle nimmt seinen Platz. So ist für einige Anlässe auch die Abendgarderobe angesagt, das Dinner gehört dazu und die Preise sind in etwa so hoch, wie man sie erwartet. Andere Konzerte sind jedoch durchaus erschwinglich und versprechen deswegen nicht weniger Hochgenuss.

Brigitta Javurek

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