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Viele Schweizer Künstlerinnen gingen vergessen – zu Unrecht

Ebbe (Bretagne),1975. Acrylmalerei Stiftung Leonard Meisser und Anny Vonzun, Bündner Kunstmuseum Chur

Mit Frauenausstellungen wird im Jahr 2019 vielerorts auf Künstlerinnen aufmerksam gemacht. Nicht ohne Grund, denn es gibt Nachholbedarf: Viele Künstlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts gerieten in Vergessenheit – auch in der Schweiz. Wir stellen Ihnen in einer Serie Künstlerinnen vor, die wiederentdeckt wurden oder erst nach ihrem Tod zu Ruhm gelangten.

Dieser Inhalt wurde am 07. Juni 2019 - 08:07 publiziert
Ester Unterfinger (Bildredaktion), Alexandra Kohler (Text)

Anny Meisser Vonzun (1910 – 1990)

Die Malerin und Zeichnerin Anny Meisser Vonzun schaffte die meiste Zeit ihres Lebens im Schatten ihres Mannes. Vonzun war die Ehefrau des Malers Leonhard Meissner. Die wuchs in St. Moritz auf und konnte nach der Ausbildung an den Kunstgewerbeschulen Basel und Zürich 1937 erstmals ihre Werke in Chur ausstellen. Sie konzentrierte sich oft auf Stillleben und Kinderbildnisse sowie Interieurs als Landschaften.

Anny Vonzun und Leonhard Meisser in ihrem Heim am Prasserieweg in Chur. zvg

Ihr ganzes Leben blieb sie bei der figurativen Malerei, während sie die heimische Berglandschaft für sich tabuisierte. Nicht, weil sie die beliebten Oberengadiner Landschaften nicht hätte malen können, sondern weil damals solche Bilder nicht von einer Frau erwartet worden waren. Zudem wollte sie ihrem Mann dieses Feld überlassen. Die figurative Malerei wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgewertet und von neuen Stilrichtungen verdrängt, womit auch Anny Meisser VonzunExterner Link in Vergessenheit geriet. Zu ihrem 100. Geburtstag im Jahr 2010 wurde ein Buch über Vonzun veröffentlicht.

Wir haben uns die Sichtbarkeit von Künstlerinnen im Schweizer Museumsmarkt genauer in einer umfassenden Datenanalyse angesehen. Diese erscheint am 7. Juni. Melden Sie sich für den Newsletter an, wenn Sie die Reportage per Email erhalten möchten.

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