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Matthew Barney im Dialog mit der Renaissance

Matthew Barney, Drawing Restraint 15, 2007. Neville Wakefield

Schaulager Münchenstein, bis 3. Oktober 2010

Dieser Inhalt wurde am 23. Juni 2010 - 16:05 publiziert

Das Schaulager in Münchenstein (Kanton Basel-Landschaft) zeigt erstmals das gesamte "Drawing Restraint-Archiv" des zeitgenössischen US-Künstlers Matthew Barney.

Für die Ausstellung "Prayer Sheet with the Wound and the Nail" hat Barney seine 16-teilige Serie von Performances um zwei Werke erweitert.

Der Titel "Drawing Restraint" (Zeichnen unter Einschränkungen) beschreibt Barneys Vorgehen: Der US-Künstler erbaut jeweils räumliche Situationen, die ihm körperliche oder psychische Beschränkungen auferlegen.

Aus den Performances gehen Arbeiten wie Skulpturen, Vitrinen, Zeichnungen, Fotografien und Videos hervor.

Zusammen mit dem Kurator Neville Wakefield lässt Barney im Schaulager seine Werke mit rund 70 Bildern aus der nördlichen Renaissance in Dialog treten. "Wir wollten die Beziehung zwischen Glauben und Körper erforschen", sagte Wakefield am Mittwoch vor den Medien in Münchenstein.

Dabei gehe es keinesfalls darum, Parallelen zwischen der irdischen und religiösen Bildtradition zu ziehen. Die Werke hätten aber durchaus gemeinsame Themen wie etwa der Aufstieg und Fall - Geburt und Tod - des Körpers.

Barney setzt diese Ideen um: "Ich versuche die Erzählung, die in unserem Körper stattfindet, nach aussen zu tragen", erklärte der US-Künstler.

Möglich gemacht hat die Ausstellung eine Investition der Trägerstiftung des Schaulagers: Die Laurenz-Stiftung hat Barneys "Drawing Restraint-Archiv" gemeinsam mit dem New Yorker Museum of Modern Art gekauft.

swissinfo.ch und Agenturen

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