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Letzte Saison von Theater-Direktor Peter Theiler in Solothurn

Mit Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" in der Inszenierung des neuen leitenden Regisseurs für Schauspiel, Torsten Bischof, eröffnet am Freitag (01.09.) in Solothurn die letzte Saison des scheidenden Direktors Peter Theiler.

Dieser Inhalt wurde am 29. August 2000 - 16:39 publiziert

Theiler wechselt nach fünf Spielzeiten auf die Saison 2001/2002 als Generalintendant an das Opernhaus Gelsenkirchen nach Deutschland. Unter seiner Führung erfolgte die Umstrukturierung des Städtebundtheaters in das "ensemb!e Theater der Regionen".

Als neuer Chefregisseur fürs Schauspiel gibt Torsten Bischof mit Shakespears "Kaufmann von Venedig" am Freitag seinen Einstand. Die Geschichte handelt vom reichen Kaufmann und Judenverächter Antonio, der vom Juden Shylock 3000 Dukaten für seinen Freund Bassanio leiht, damit dieser um die Hand der schönen Portia anhalten kann.

Ambivalenter Shylock

Shylock sieht seine Möglichkeit zur Rache und bedingt sich aus, dass er Antonio, sollte dieser auf einen festen Termin seine Schulden nicht beglichen haben, ein Pfund Fleisch aus dem Körper schneiden darf. Das Unglück will es, dass der reiche Antonio über Nacht zahlungsunfähig wird. Und Shylock besteht erbarmungslos auf seinem Recht.

Der Stoff ist wegen der ambivalenten Figur des Juden Shylock delikat. Bischof siedelt die Handlung in einer Espresso-Bar in Venedig an. Diese diene ihm als Weltbühne, auf der, wie die ensemb!e-Dramaturgie schreibt, nicht nur Shylock, schwankend zwischen Appell an die Menschenrechte und hemmungsloser Rachsucht, dem Gelächter und vorurteilslosen Blick preisgegeben werden soll.

Zeitgenössisches Theater

Der Schwerpunkt dieser Schauspielsaison liegt deutlich auf dem zeitgenössischen Theater: Als Schweizer Erstaufführungen werden Peter Turrinis "Liebe in Madagaskar" und Xavier Durringers Sozialstudie "Schnitt ins Fleisch" gegeben.

Mit David Mamets modernem Klassiker "Oleanna", Michael Frayns "Der nackte Wahnsinn" und Franz Xaver Kroetz' "Drang" stehen drei weitere Gegenwartsstücke auf dem Programm.

swissinfo und Agenturen

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