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Leuenberger für Dialog der Kulturen

Präsidententreffen am Frankophonie-Gipfel: (V.l.n.r.) Moritz Leuenberger, Maria und Traian Basescu.

(Keystone)

Am 11. Frankophonie-Gipfel in Bukarest trat der Schweizer Bundespräsident für die Vielfalt der kulturellen Ausdrucksweisen auf der Welt ein.

Moritz Leuenberger verteidigte in Rumänien auch die neuen Informations- und Kommunikations-Technologien als Zugangswege zu Wissen.

Neue Informations- und Kommunikations-Technologien müssen allen offen stehen - auch Armen und Schwachen. Dies forderte Bundespräsident Moritz Leuenberger am Donnerstag zu Beginn des zweitägigen Frankophonie-Gipfels in Bukarest.

Leuenberger sprach von "bestehenden Ungerechtigkeiten beim Zugang zur Bildung und zu den Ressourcen dieser Welt". Damit diese nicht noch verstärkt werden, müssten Computerprogramme und Internetseiten in der eigenen Sprache zugänglich sein.

Mobiltelefone und Internet könnten den Zugang zu Wissen und Bildung enorm erleichtern, sagte Leuenberger.

"Wir dürfen uns aber nicht damit begnügen, mit diesen Technologien die Kommunikation zu vereinfachen, wir müssen dafür sorgen, dass sie auch zu ökonomischen, sozialen und kulturellen Entfaltung der Menschen beitragen", sagte er weiter.

Chirac warnt vor Zwietracht

Der französische Präsident Jacques Chirac ging auf die Krisen in der frankophonen Welt ein. Die Ende Oktober anstehenden Wahlen in der Elfenbeinküste müssten "offen und verlässlich" über die Bühne gehen, sagte er.

Die französischsprachige Welt könne "nicht hinnehmen, dass Zwietracht in unserer Familie Brände aufflammen lässt", betonte Chirac und verwies auf die Bemühungen zur Beilegung der Konflikte in Haiti, Mauretanien, Togo und im Kongo.

Rumäniens Regierungschef Calin Tariceanu kündigte die Gründung von Osteuropas erster französischsprachiger Universität in Bukarest an.

Französisch im Internet: Nun leicht über 5%

Der Generalsekretär der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF), Abdou Diouf, forderte eine stärkere Präsenz des Französischen im Internet. Der Anteil habe lange bei fünf Prozent stagniert, beginne aber "endlich", gegenüber Englisch an Boden zu gewinnen, sagte der Senegalese.

Der 11. Gipfel der Frankophonie hat neben den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien das Bildungswesen zum Thema. Am Rande finden zahlreiche bilaterale Begegnungen zwischen den ranghohen Politikern statt.

Krisen in Libanon, Afrika

Beraten werden auch die Krisen in Libanon, in Westafrika sowie im sudanesischen Darfur. Die drei unmittelbar betroffenen Staatschefs sind nicht in Bukarest.

Beim Treffen der französischsprachigen Welt in der rumänischen Hauptstadt sind 63 Staaten vertreten, 32 von ihnen durch Staats- und Regierungschefs.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Führende Politiker von 63 französisch sprechenden Ländern haben sich am 28. und 29. September in Bukarest zum Frankophonie-Gipfel versammelt.

Sie möchten sich in den Dienst des Friedens in der Welt stellen.

Vier Länder sind neu Mitglieder: Andorra, Griechenland, Albanien und Mazedonien.

Zum ersten Mal nimmt auch ein Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, am Gipfel teil.

Das Treffen in Bukarest findet zwei Tage nach dem Beschluss der EU statt, Rumänien und Bulgarien in die Union aufzunehmen. Die beiden Länder sind auch Mitglied der Organisation internationale de la Francophonie (OIF).

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Fakten

Französisch als Mutter- oder Zweitsprache wird von mehr als 170 Millionen Menschen weltweit gesprochen.
In der Schweiz sind es 1,485 Millionen (im Jahr 2000).

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