Museo in erba: Erste Antenne von Paris

Das Museo in erba von Bellinzona stellt weltweit den bisher einzigen Ableger des bereits 1975 gegründeten Musée en herbe in Paris dar. Der Initiative liegt die Idee zugrunde, Kinder zwischen vier und elf Jahren durch eine spielerische Didaktik den Zugang zur bildenden Kunst zu ermöglichen.

Dieser Inhalt wurde am 19. Oktober 2001 - 08:15 publiziert

Zwei Tessiner Mütter, die Lehrerin Loredana Bianchi und die Anwältin Graziella Angileri, waren bei einem Besuch des Musée en herbe in Paris so begeistert, dass sie alles daran setzten, eine eigene "Antenne" aufzubauen. Genau vor einem Jahr, im Oktober 2000, war es soweit: Dank der Unterstützung der Stadt Bellinzona, der Kantonalbank sowie weiterer Sponsoren konnte das von einem privaten Verein getragene Museo in erba die Pforten öffnen. Fast 11'000 junge Besucherinnen und Besucher, zählte das Museum seither. Die meisten kommen mit ihrer Schulklasse.

Die erste Ausstellung "Die Farbenschachteln" von Monet" war besonders erfolgreich. In spielerischer Art und Weise lernten die Kinder etwas über Leben und Werk des bekannten Malers, konnten Nachahmungen seiner Bilder selbst auseinandernehmen und zusammensetzen oder Fehler entdecken. Im Atelier dürfen die Youngsters selbst zum Pinsel greifen.

Das Museo in erba ist inzwischen auch jenseits der Landesgrenze bekannt. Im "Topolino", der italienischsprachigen Mickey-Mouse-Ausgabe, wurde das Museum kürzlich als heisser Tip erwähnt. Mit dem (nicht ganz korrekten) Hinweis: "Erwachsene nicht zugelassen." Das Museo in erba hat italienische Gäste aber auch verunsichert. "Wichtig ist es, sich dort von der typisch schweizerischen Ordnung und Ruhe nicht konditionieren zu lassen. Denn sie schaffen eine zum Spiel vollkommen antithetische Atmosphäre," kommentierte ein italienischer Journalist.

Gerhard Lob

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen