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MusicStar kommt wieder

Die 10 Finalisten von MusicStar - vorne im Zentrum die Siegering Carmen Fenk.

(SF DRS)

Der Deutschschweizer Fernsehen DRS produziert im kommenden Jahr eine zweite Staffel der Erfolgssendung "MusicStar".

Das Schweizer Fernsehen war im internationalen Vergleich sehr spät auf den Zug der Talent-Suche über Casting-Shows aufgesprungen.

Die erste Staffel war am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen. Dabei konnte sich die 25-jährige Ostschweizerin Carmen Fenk gegen ihre beiden letzten Finalgegner durchsetzen.

"Der Erfolg von MusicStar hat uns alle überrascht. Es war mehr als eine Fernsehsendung", sagte Fernsehdirektorin Ingrid Deltenre am Donnerstag vor den Medien in Zürich.

Neue Castings ab Oktober



Obwohl das Publikumsinteresse voraussichtlich um einen Drittel zurückgehen werde, sei eine zweite Staffel geplant. Die Castings würden im Oktober starten, die eigentliche Sendung voraussichtlich im Januar. Die Moderatoren Nina Havel und Roman Kilchsperger sollen wieder mitmachen.

Die zweite Staffel soll aber nicht einfach eine Kopie der ersten sein. Ob Modus, Austragungsort und Format gleich bleiben, müsse noch überdacht werden, sagte Programmdirektor Adrian Marthaler.

"MusicStar hat unsere Erwartungen weit übertroffen", erklärte Marthaler weiter. Er habe zuerst mit einem knappen Drittel Marktanteil gerechnet.

Dank ans Publikum



MusicStar ist für SF DRS schon heute eine Erfolgsgeschichte. Die beiden Sendungs-Blöcke "Die Show" und "Die Entscheidung" verzeichneten von der ersten Finalsendung bis zum grossen Finale vom vergangenen Wochenende einen steten Anstieg des Publikumsinteresses.

Bei der "Show" lag der Marktanteil bei durchschnittlich 36% (Anstieg von 27 auf 62%), bei der "Entscheidung" lag der Durchschnitt bei 50% (Anstieg von 37 auf 69%).

Die Finalsendung sahen 1,59 Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen, was dem zwölften Platz der meistgesehenen TV-Sendungen seit Einführung der Messungen 1985 entspricht.

Marthaler zeigte sich weiter erfreut darüber, dass auf SF 1 ein junges Publikum angesprochen werden konnte. Zudem sei nicht nur Fernsehpublikum von anderen Kanälen zu SF DRS gewechselt, sondern MusicStar habe zusätzliches Publikum vor den Fernseher gelockt.

4 Millionen für Produktion von Sitcoms



Die MusicStar-Fans haben laut der Mitteilung von SF DRS während den Sendungen insgesamt 11,3 Millionen Mal am Televoting teilgenommen und für einen Anruf je 70 Rappen bezahlt. Die Einnahmen teilt sich SF DRS mit Swisscom, dem Bund (Mehrwertsteuer) und der für das Televoting zuständigen Firma.

Die Einnahmen von vier Millionen Franken sollen ins Programm zurückfliessen. "Die nicht budgetierten Mehreinnahmen werden wir für die Produktion eigener Sitcoms verwenden", sagte Deltenre. Diese Produktionen waren im Jahr 2002 aus Spargründen gestrichen worden.

Schon im Vorfeld von MusicStar war SF DRS wegen der durch das Televoting generierten Mehreinnahmen heftig kritisiert worden. In der Folge hatte das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) gar Vorabklärungen eingeleitet. Dazu sagte Deltenre am Donnerstag, das Bakom habe keine Untersuchung eingeleitet, es hätten nur Gespräche stattgefunden.

Eine Show – 750 Geschichten



Weiter hiess es an der Medienorientierung, dass sich die von SF DRS eingegangene Partnerschaft mit Universal Music gelohnt habe. 27 Millionen Seiten wurden bisher aufgerufen. Fünf Online-Redaktoren produzierten insgesamt 750 Geschichten rund um die Sendung und die Kandidaten.

Von den parallel zur Sendung lancierten Merchandising-Produkten konnten rund 6000 Stück abgesetzt werden.

Vorläufig koordiniert ein vom Fernsehen engagierter Betreuer die Engagements der MusicStars. Pro Tag gingen mehrere Dutzend Angebote ein. Diverse Verträge über teilweise mehrere tausend Franken seien schon abgeschlossen worden, hiess es an der Medienorientierung weiter.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

MusicStar basiert auf dem Showkonzept Starmania des Österreichischen Fernsehens ORF.

Zu den MusicStar-Castings der ersten Staffel in der Schweiz hatten sich rund 3000 junge Frauen und Männer gemeldet.

Von diesen qualifizierten sich 24 für die nächste Runde.

In drei Qualifikations-Sendungen bestimmt das Publikum die 10 Finalisten und Finalistinnen.

Mindestalter für Teilnahme: 16 Jahre
Nur Personen mit Schweizer Pass oder Niedergelassene mit C-Bewilligung waren zur Show zugelassen.

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