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Musterschüler in Sachen Antikorruption

Die Schweiz gehört weiter zu den Ländern mit der geringsten Korruption. Sie wird aber von der Organisation Transparency International aufgerufen, als internationaler Finanzplatz Verantwortung zu tragen.

Dieser Inhalt wurde am 17. November 2009 - 11:13 publiziert

In der Mehrheit der 180 untersuchten Staaten sei Bestechung nach wie vor ein weit verbreitetes Übel, heisst es im Korruptionswahrnehmungsindex 2009 der Nichtregierungs-Organisation.

Demnach rangiert Afghanistan auf dem zweitschlechtesten Platz. Am Korruptesten ist der ostafrikanische Staat Somalia. Zu den Schlusslichtern gehören ausserdem der Irak, der Sudan und Burma. Sie erhalten auf einer Skala von null bis zehn Noten unter 1,5.

Am Besten schneiden Neuseeland (9,4), Dänemark (9,3), Singapur und Schweden (9,2) ab. Die Schweiz liegt mit der Note 9 direkt dahinter auf Platz fünf. Auch Deutschland und Österreich gehören laut TI mit den Noten 8 und 7,9 zu den Ländern mit einer vergleichsweise geringen Korruption.

Unter den 25 EU-Staaten bilden Bulgarien, Griechenland und Rumänien mit einer Einstufung von 3,8 die Schlusslichter.

Im Kampf gegen Korruption fordert Transparency International unter anderem mehr bilaterale Verträge zum Informationsaustausch, damit Geld aus Korruption keinen sicheren Hafen mehr finde.

Die Schweiz als internationaler Finanzplatz habe hier Verantwortung zu tragen. So erlaube es die aktuelle Gesetzeslage noch immer, dass Gelder aus Privatkorruption entgegengenommen werden könnten und auf Schweizer Bankkonten blieben.

TI Schweiz setzt sich deshalb in Koalition mit anderen NGO für eine sinnvolle Rückführung gestohlener Vermögenswerte in ihre Herkunftsländer ein.

swissinfo.ch und Agenturen

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