Neue Organisation für Ausländer-Integration

Nach dem Vorbild der Schweizer Flüchtlingshilfe (SFH) wollen Ausländerorganisationen und Gewerkschaften eine ähnliche Institution für die Immigranten ins Leben rufen.

Dieser Inhalt wurde am 19. Juni 2000 - 12:54 publiziert

Die Idee wurde am Montag (19.06.) in Bern an einer Medienkonferenz von jenen Organisationen lanciert, die zu Jahresbeginn unter Protest aus der Eidgenössischen Ausländerkommission (EKA) ausgetreten waren. Sie bekräftigten ihre Austrittsgründe, darunter namentlich die künftige Zuordnung der EKA zum Bundesamt für Ausländerfragen.

Integrations- und Polizeiaufgaben trennen

Integration sei Vertrauenssache, es gehe um Glaubwürdigkeit gegenüber den Ausländern, die Ausländer müssten Vertrauen in ihre Organisationen haben. Eine Vermischung von Integrations- und Polizeiaufgaben sei deshalb nicht akzeptabel, erklärten Vertreter dieser Organisationen.

Da sich in dieser und anderen grundsätzlichen Fragen keine Annäherung abzeichne, erscheine den beteiligten Organisationen die Idee einer eigenen Kommission nach SFH-Vorbild verfolgenswert, erklärten Vertreter der Ausländerorganisationen in Bern. Ein Fahrplan steht allerdings noch nicht fest.

Die neue Organisation soll nicht nur die aus der EAK ausgetretenen Organisationen umfassen, sondern auch anderen offen stehen, wie Claudio Micheloni als Vertreter der italienischen Vereinigungen betonte.

In ihrer gleichentags veröffentlichten Vernehmlassung kritisieren die betreffenden Organisationen den "übermächtigen Einfluss des Bundesamts für Ausländerfragen auf die Definition dessen, was unter Integration zu verstehen ist". Als Kompromiss schlagen sie die Ernennung eines oder einer Delegierten für Integrationsfragen vor.

swissinfo und Agenturen

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