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Neuer Chef für Schweizer Kultur in Paris

Michel Ritter (hier in Freiburg) will jedes Jahr einen Schweizer Ausstellungsmacher nach Paris holen für ein Werk nach freier Wahl.

Michel Ritter ist ab August neuer Leiter des "Centre culturel suisse" in Paris. Der einstige Künstler leitete zuletzt die Kunsthalle in Freiburg.

Die Kulturstiftung Pro Helvetia, die das "Centre culturel suisse" (CCS) in Paris leitet, wählte Ritter aus 91 Kandidatinnen und Kandidaten, wie sie am Donnerstag mitteilte. Ritter habe bewiesen, dass er viel von interdisziplinärem Schaffen verstehe, über ein entsprechendes Kontaktnetz verfüge und stets offen vorgehe.

Ritter ersetzt Daniel Jeannet, der das CCS seit 1991 leitete und vor einigen Monaten sein Ausscheiden ankündigte. Er kann auf ein leicht aufgestocktes Budget von 1,8 Mio. Franken zurückgreifen, das für die Projekt-Realisationen und die Löhne des neunköpfigen Teams (600 Stellenprozente) reichen muss.

Von New York über Fribourg nach Paris

Ritter, einst als abstrakter Maler und Filmkünstler unter anderem während drei Jahren in New York tätig, hat von Pro Helvetia auch den Auftrag bekommen, der französischen Dezentralisation im Kulturbereich auf die Sprünge zu helfen.

Ähnliches leistete Ritter bereits in der Schweiz: Freiburg war bezüglich moderner Kunst "arg im Rückstand", sagte er. Er verhalf dem FRI-ART, dem Centre d'Art contemporain, auf die Sprünge, das er seit 1990 leitete. Schon 1985 holte er etwa die später in Zürich beliebte Theatergruppe "La Fura dels Baus" nach Freiburg - lange bevor sie am Zürcher Theaterspektakel gastierte.

In Paris, wo das Zenrum bereits ein Ort sei, "wo man hingeht", will Ritter Projekte realisieren, die Musik, Tanz, Literatur, Videokunst und Malerei gleichermassen integrieren. Kunst funktioniere heute so, die Zeit der klassischen grossen Strömungen und grossen Schulen sei vorbei, Flexibilität umso gefragter.

Fenster zur Schweiz

Ritter will jedes Jahr auch einen Schweizer Ausstellungsmacher nach Paris holen, der freie Hand haben und ein Thema setzen soll. Das CCS soll auch ein grösseres Fenster für Schweizer Film-Festivals werden.

Ritter will keine fixe Zuteilung für bestimmte Kunstsparten, weil dies gegen die Idee interdisziplinären Schaffens verstossen würde. Die Schweizer Kunst lasse sich derzeit im internationalen Vergleich sehen, in allen Sparten, wie er betonte.

Das CCS Paris, das seit 1985 im Hotel Poussepin im Pariser Viertel Marais untergebracht ist, ist das älteste der von Pro Helvetia im Ausland geführten Kulturzentren. Das grösste - das "Centro Svizzero" - steht in Mailand.

swissinfo und Agenturen


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