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Neun von zehn Schweizern lesen Zeitung

Schweizer Zeitungen am Kiosk: Beliebt, aber ein Gratisblatt findet noch mehr Zuspruch.

(Keystone)

Das Gratisblatt 20 Minuten hat seine Spitzenposition bei den Zeitungen in der Deutschschweiz ausgebaut. Beliebteste Tageszeitung blieb das Boulevardblatt Der Blick.

Mehr als 90% der Bevölkerung liest regelmässig Zeitung, wie aus einer Studie hervor geht, welche die WEMF AG für Werbemedienforschung am Dienstag veröffentlicht hat.

Für 20 Minuten errechnet die WEMF-Studie in der Deutschschweiz 1'116'000 Leser. Letztes Jahr hatte die Gratiszeitung die Millionengrenze überschritten. Hauptgrund für den Zuwachs ist die Ausdehnung des Verteilungs- respektive Befragungsgebiets auf die Region St. Gallen.

Noch nicht berücksichtigt ist die Mitte Mai lancierte Abend-Gratiszeitung "heute".

Stabile Tageszeitungs-Leserschaft

Bei den übrigen grossen Tageszeitungen ergaben sich gemäss WEMF keine signifikanten Verschiebungen. Nummer zwei bleibt Blick mit 715'000 Leserinnen und Lesern, Nummer drei der Tages-Anzeiger (551'000).

Die Mittelland Zeitung verdrängte - infolge des Zuzuges der Basellandschaflichen Zeitung - mit neu 449'000 Lesern die Berner Zeitung (392'000) von Platz vier. Es folgen Neue Zürcher Zeitung (312'000), Neue Luzerner Zeitung (294'000), Südostschweiz (245'000), St. Galler Tagblatt (219'000) und Basler Zeitung (212'000).

Gratisblätter noch nicht erfasst

In der Westschweiz bleiben Le Matin mit 338'000, 24 Heures mit 260'000 und La Tribune de Genève mit 175'000 Lesern die drei Grossen. Noch nicht erfasst sind die neuen Gratiszeitungen 20 minutes und Le matin bleu. Im Tessin hält der Corriere mit 121'000 Lesern die Spitze.

Beliebteste Sonntagslektüre der Deutschschweizer bleibt der SonntagsBlick mit einer Leserschaft von 997'000, gefolgt von SonntagsZeitung (809'000) und NZZ am Sonntag (453'000). In der Romandie hat der Matin Dimanche eine Leserschaft von 581'000.

Ktipp und Beobachter verlieren

Bei den bezahlten Zeitschriften müssen Ktipp und Beobachter gegenüber der letzten im März veröffentlichten Erhebung Einbussen hinnehmen (von 1,103 auf 1,039 Mio. Leser respektive von 1,071 auf 1,021 Mio.). Rückgänge gab es auch bei Das Beste und Du.

Keine nennenwerten Veränderungen registriert die WEMF-Studie bei den Wochenzeitschriften, wo die Schweizer Illustrierte die Spitze hält (1,029 Mio. Leser)

Als Titel mit den meisten Lesern halten sich die Gratiszeitschriften Coop-Zeitung (2,634 Mio.) und Migros-Magazin (2,323 Mio.).

Die Schweizer, ein Volk von Zeitungslesern

90,9% der Schweizer Bevölkerung lesen mehr oder weniger regelmässig eine Zeitung. 93,1% der Personen ab 14 Jahren lesen mindestens eine Zeitschrift. Diese Werte sind seit 2000 stabil.

Die Tagespresse erreicht heute 77,5% der Schweizer Wohnbevölkerung, 2000 waren es 75,1%. Auch die regionale Wochen- und Sonntagspresse konnte sich steigern, von 42,1 auf 49,2 respektive von 40,3 auf 43,5%.

Stabil blieben die Programmzeitschriften (sie erreichen rund 50% der Bevölkerung) sowie die News- und Themen-Zeitschriften (37%). Einen leichten Rückgang muss die Finanz- und Wirtschaftspresse hinnehmen, sie erreicht noch 14,1% der Bevölkerung. 2000 waren es 17,7%.

Für die Studie wurden zwischen April 2005 und Ende März 2006 23'816 Personen in der Schweiz befragt, davon 17'210 in der Deutschschweiz.

swissinfo und Agenturen

Die WEMF

Die WEMF AG für Werbemedienforschung wurde 1964 von den Interessensverbänden der Werbeauftraggeber, der Werbeagenturen, der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger und der Werbegesellschaften gegründet.

Sie sammelt Daten über die Leserschaft und die Reichweite von Zeitungen und Internetseiten. Die WEMF beglaubigt zudem die Auflage der einzelnen Pressetitel.

Dies geschieht aufgrund der so genannten MACH-Studien, in denen zweimal jährlich die Auflagen der Zeitungen und Zeitschriften erhoben werden.

Für die aktuelle Studie wurden zwischen April 2005 und Ende März 2006 23'816 Personen in der Schweiz befragt, davon 17'210 in der Deutschschweiz.

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