Nur noch Hingis und Federer

Geriet gegen Attila Savolt zeitweise ins Wanken: Roger Federer. Keystone

Im Australian Open ist aus Schweizer Sicht neben Martina Hingis nur Roger Federer übrig geblieben. Michel Kratochvil und Emmanuelle Gagliardi sind ausgeschieden.

Dieser Inhalt wurde am 17. Januar 2002 - 17:11 publiziert

Mit dem 6:2, 7:5, 6:4 gegen den Ungarn Attila Savolt blieb Roger Federer auf dem Centre Court wie schon gegen Michael Chang ohne Satzverlust. Im Gegensatz zum Auftakt gegen den Amerikaner geriet er gegen Savolt (ATP 93) aber zwischenzeitlich ins Wanken.

Im zweiten Abschnitt hatte er zwei Satzbälle abzuwehren, im dritten geriet er nach Savolts einzigem Servicedurchbruch früh in Rückstand. "Im ersten Satz ist es mir fast zu einfach gegangen, so dass ich es anschliessend zu leger genommen habe. Ich war zu passiv", begründete Federer sein Nachlassen. "Für den weiteren Verlauf des Turniers war mir das eine Lehre."

So abgeklärt sich Federer aus diesen heiklen Lagen befreite, so gelassen nimmt er zur Kenntnis, dass er nach dem Ausscheiden der ersten fünf der Setzliste oft als einer der Favoriten betrachtet wird. "Für mich ist einer wie Pete Sampras, der schon Grand-Slam- Turniere gewonnen hat, ein Favorit. Ich selber schaue von Spiel zu Spiel."

Diesbezüglich wird er sich vorderhand mit Rainer Schüttler (ATP 41), seinem Drittrunden-Gegner, zu beschäftigen haben. Der in Altstätten im St. Galler Rheintal wohnhafte Deutsche, gegen den Federer die zwei bisherigen Partien gewonnen hat, kämpfte nach 0:2-Satzrückstand den Spanier Carlos Moya 3:35 Stunden nieder.

Martin auf konstant hohem Niveau

Er habe noch nie einen Gegner gehabt, der über die gesamte Spieldauer auf einem so konstanten Niveau gespielt habe. Michel Kratochvil zeigte sich nach dem 6:3, 3:6, 3:6, 3:6 gegen Alberto Martin beeindruckt von seinem Kontrahenten. "Er hat sehr solid gespielt und mir keine Geschenke gemacht. Er ist heute eine sehr starke Weltnummer 39 gewesen."

Die Konstanz machte denn auch den Unterschied. Kratochvil konnte nach dem geglückten Auftakt seine Taktik, ständig zu attackieren, nicht aufrecht erhalten. "Ich hatte den Faden völlig verloren und konnte nicht mehr zwei, drei Punkte aneinander reihen. Ich weiss nicht, woran es gelegen hat, denn müde war ich eigentlich auch gegen Ende des Spiels nicht."

Gagliardi mit Rückenproblemen

Emmanuelle Gagliardi war bei der 6:3, 5:7, 2:6-Niederlage gegen die mit einer Wildcard ausgestattete Australierin Cindy Watson nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte; ab Beginn des zweiten Satzes war sie durch eine Verletzung im unteren Rückenbereich handicapiert.

Begonnen hatte das Übel am Vorabend nach dem gewonnenen Doppel gegen Patty Schnyder und die Deutsche Bianka Lamade. "Vorerst waren die Schmerzen erträglich, doch dann wurden sie immer stärker", berichtete die Genferin.

Sie verpasste damit eine gute Gelegenheit, wie im Vorjahr die 3. Runde zu erreichen. Cindy Watson liegt in der Weltrangliste nur auf Platz 194 und stand zuvor erst einmal, vor drei Jahren ebenfalls beim Australian Open, im Hauptfeld eines Major-Turniers.

swissinfo und Agenturen

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