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NZZ baut Stellen ab

Noch im April kaufte die NZZ von Ringier eine 49%-Beteiligung an der Neuen Luzerner Zeitung.

(Keystone)

Die "Neue Zürcher Zeitung" hat ein Kostensenkungs-Programm beschlossen. Wie die Zeitung in der Samstagausgabe schreibt, wird es auch zu Entlassungen kommen.

Überschrieben ist die Bekanntmachung mit "Der Kurs der NZZ in der Werbeflaute" und schreibt vom "gegenwärtigen starken Abschwung".

Das Blatt begründete darin die Massnahmen mit dem Einbruch des Werbeumsatzes, der im Umfang an die Folgen der Erdölkrise in den 70-er Jahren erinnere.

Personalabbau und Entlassungen

Da die Aussichten auf eine Verbesserung in diesem Jahr und darüber hinaus höchst ungewiss seien, müssten verschiedene Massnahmen zur Reduktion der Betriebskosten eingeleitet werden.

Betroffen seien alle Bereiche. Laut NZZ soll der Stellenabbau so weit als möglich über natürliche Abgänge organisiert werden. Entlassungen seien aber nicht zu umgehen. Wie viele der insgesamt 650-700 Stellen abgebaut werden, ist noch unklar.

Hohe Personalkosten

Die Verringerung treffe nicht einen speziellen Bereich sondern werde überall dort vorgenommen, wo es nötig und sinnvoll sei, sagte Chefredaktor und Geschäftsleitungsmitglied Hugo Bütler.

Die Reduktion dränge sich auf, da die Personalkosten sehr hoch seien. Die Massnahme werde die NZZ bis etwa Mitte des nächsten Jahres beschäftigen. Man wolle möglichst auf persönliche Umstände Rücksicht nehmen. Das alles brauche Zeit - vieles müsse noch diskutiert und gewichtet werden.

Weitere Sparmassnahmen

Der Stellenabbau sei aber nur ein Teil der gesamten Sparmassnahmen: Sämtliche Prozesse würden durchleuchtet und daraufhin abgeklopft was man wie rationeller machen könnte.

Wie viel gespart werden muss, sagte Bütler nicht. Er gab aber immerhin einen Anhaltspunkt: Das Werbevolumen sei um 25% zurückgegangen - das ziehe grosse Ertragseinbussen nach sich. Immerhin verfüge die NZZ über gute Reserven und andere Einnahmen und auch die "NZZ am Sonntag" sei gut angelaufen - ihr Werbevolumen liege über dem Plan.

Journalistenverband beunruhigt

Der Schweizer Verband der Journalistinnen und Journalisten (SVJ) ist nach eigenem Aussagen "höchst beunruhigt" über die Personalentwicklungen in der NZZ-Gruppe.

Der SVJ erinnert in einer Mitteilung vom Samstag daran, dass dieser Tage bereits die ebenfalls zur NZZ-Gruppe zählende Berner Tageszeitung "Der Bund" den geplanten Abbau von acht Stellen bekanntgab.

"Mit Erstaunen" stelle der SVJ fest, dass die Führung der "Neuen Zürcher Zeitung" offenbar die branchenüblichen Schwankungen der Werbeeinnahmen in ihrer Strategie zuwenig berücksichtigt habe.

swissinfo und Agenturen

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