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Türkei will Staudamm bauen

Obschon die Schweiz, Deutschland und Österreich ihre Bürgschaften für den Bau des umstrittenen Staudamms Ilisu in der Türkei gekündigt haben, soll er gebaut werden. Türkische Medien berichten, die Regierung habe neue Kreditgeber gefunden.

Dieser Inhalt wurde am 12. Februar 2010 - 11:27 publiziert

Im Juli 2009 haben die Schweiz Deutschland und Österreich Kreditbürgschaften für das Projekt gestoppt, weil Umweltauflagen verletzt und Kulturgüter am Ufer des Tigris in Gefahr seien. Gegen das Bauprojekt, das auch die archäologisch bedeutende Stadt Hasankeyf bedroht, hatte es im In- und Ausland Proteste gegeben. Die türkische Regierung reagierte verärgert.

Nun zitieren türkische Medien zitieren Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan: "Wie mir das Konsortium erklärt hat, wurden zusätzliche Geschäftskredite ausgehandelt, und der Bau des Ilisu- Damms wird 2010 fortgesetzt".

Die türkische Regierung möchte mit dem Staudamm nicht nur Energie gewinnen, sondern verspricht auch bessere Bewässerungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft.

Der geplante 300 Quadratkilometer grosse Stausee, der oberhalb der 1820 Meter langen und 135 Meter hohen Ilisu-Staumauer entstehen soll, würde aber Dörfer überfluten, in den mehr als 10'000 Menschen leben.

Die Türkei hatte Enteignungen für den Damm begonnen, ohne dass Details der Umsiedlung organisiert waren.

swissinfo.ch und Agenturen

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