Walter Kälin appelliert an Irak
Der Schweizer UNO-Sondergesandte für Vertriebene hat Irak aufgerufen, Binnenflüchtlinge nicht erneut zu vertreiben. In Bagdad und weiteren Städten lebt rund eine halbe Million Menschen in provisorischen Unterkünften.
«Ich rufe die irakischen Behörden auf, ein Moratorium zu erlassen, bis es eine Strategie für die Wiedereingliederung der Vertriebenen gibt», teilte der Berner Staatsrechtler in einem Communiqué mit. Niemand solle gezwungen werden, in seine Herkunftsregion zurückzukehren.
Kälin forderte weiter, dass die Rückgabe von Häusern vereinfacht werde. Nach Angaben der irakischen Regierung wurden seit 2006 rund 1,5 Mio. Menschen innerhalb des Landes vertrieben.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch