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Presseschau vom 05.08.2003

Das Eintreffen von Friedenstruppen im bürgerkriegsversehrten Liberia und die Haltung der USA in diesem Krieg beschäftigen die Schweizer Presse.

Dieser Inhalt wurde am 05. August 2003 - 09:21 publiziert

Auch die kommenden nationalen Wahlen im Land sind Thema.

In der liberianischen Hauptstadt Monrovia sind erste westafrikanische Friedenstruppen eingetroffen. "Begeisterter Empfang durch die Bevölkerung", titelt die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG.

Die Bevölkerung wolle glauben, dass der Krieg nun vorüber sei, schreibt die Westschweizer Zeitung LE TEMPS. Aber:

"Le retour à la normale s'annonce très long. – Die Rückkehr zur Normalität wird ihre Zeit brauchen."

Laut der NEUEN LUZERNER ZEITUNG wecken die Friedenstruppen aber auch böse Erinnerungen:

"Die Ecowas-Truppe wird bei ihrem Einsatz in Liberia auch mit Schatten aus der Vergangenheit zu kämpfen haben."

Gemeint sind die Vorwürfe an die Ecowas-Soldaten, sie hätten bei ihrem Einsatz 1990 in Liberia Zivilisten angegriffen, gefoltert und getötet.

Der zurückhaltende Bush

Der Zürcher TAGES-ANZEIGER kritisiert die zögerliche Haltung von US-Präsident Bush, was den Einsatz seiner US-Marine betrifft. Der TAGI sieht bei der Lösung für Frieden in Liberia eine Chance für die USA:

"Liberia bietet den USA eine ausgezeichnete Gelegenheit, ihr gestörtes Verhältnis zur UNO zu reparieren und gleichzeitig in einer seit Jahrzehnten von Bürgerkriegen geplagten Region Stabilität zu schaffen."

Deshalb, so der TAGES-ANZEIGER, müssten die US-Truppen auf den drei Schiffen vor Westafrika sofort landen:

"Sie würden in Liberia so begrüsst, wie die USA es sich im Irak gewünscht hatten: mit Jubel für die Befreier."

Wahlherbst und Europa

In den Kantonen Bern und Aargau mussten bis Montag die Listen mit den Kandidatinnen und Kandidaten für die kommenden Nationalrats-Wahlen eingereicht werden.

Die AARGAUER-ZEITUNG titelt dazu: "Gleich viele Listen – aber viel weniger Frauen."

Im Kanton Bern dagegen ist der Frauenanteil mit 38 Prozent höher denn je. Es werde aber mit Sicherheit nicht gelingen, so der Berner BUND, den Frauenanteil unter der Berner Deputation wesentlich zu steigern:

"Dafür treten schlicht zu viele Männer zur Wiederwahl an."

FDP-Präsidentin Christiane Langenberger hatte in ihrer 1. August-Rede das Thema EU auf den Tisch gebracht. Das Boulevard-Blatt BLICK fordert in dieser "Schicksalsfrage" neue Allianzen und fragt:

"Wird die Europa-Frage doch noch zum Wahlkampfthema?"

Der BLICK befürchtet, dass mit der Zeit alles nur noch schlimmer werden könnte:

"Die Isolation, der wirtschaftliche Niedergang, das demütigende Gefühl, eh alles nachvollziehen zu müssen, was die EU beschliesst, ohne, dass wir etwas dazu zu sagen haben."

swissinfo, Gaby Ochsenbein

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