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Presseschau vom 06.01.2003

Das Wetter und die Folgen sind Thema in vielen Schweizer Zeitungen. Immer wieder wird auch die Kriegsgefahr diskutiert.

Dieser Inhalt wurde am 06. Januar 2003 - 08:47 publiziert

Die unterschiedliche Vorgehensweise der USA in Irak und Nordkorea löst Stirnrunzeln aus.

Auf den Fotos in fast allen Zeitungen präsent sind an diesem Montag Kinder: Sie machen eine Schneeball-Schlacht, sie schlitteln oder fahren Ski.

"Endlich Winter - Schnee bis in die Niederungen", titelt die BASLER ZEITUNG. Die AARGAUER ZEITUNG freut sich über die "weiss verzuckerte" Schweiz. Und der BLICK wird beinahe poetisch:

"Frau Holle ist erwacht: Endlich weisse Pracht."

Besonders in den bernischen Zeitungen rückt jedoch auch die zerstörerische Seite der Natur ins Blickfeld: Der Felssturz, welcher in der Nähe von Interlaken ein Loch in einen Autobahn-Tunnel schlug und die Strasse verschüttete.

"Drei Autoinsassen haben am Samstag ganz viel Glück gehabt: Unmittelbar vor ihrem Wagen ist die Decke des Chüebalmtunnels (...) eingestürzt",

schreibt der BUND. Höchstwahrscheinlich ist niemand unter den Trümmermassen begraben worden - man habe "sehr viel Glück gehabt", betont auch die BERNER ZEITUNG. Allerdings, so die BZ weiter:

"Felsstürze werden auf vielen Strassen im Berner Oberland immer eine Gefahr sein."

Angst vor Krieg

Auch eine andere Gefahr ist seit Wochen in den Zeitungen omnipräsent: Die Gefahr eines Krieges in Irak.

"Die Angst vor einem Krieg wächst ständig", schreibt die NEUE LUZERNER ZEITUNG. Die Begründung:

"Die UNO-Inspektionen wurden (...) auf den Süden Iraks ausgeweitet. Gleichzeitig nehmen die Kriegsvorbereitungen zu."

Der TAGES-ANZEIGER blickt auf Irak und den zweiten Konfliktherd Nordkorea und fragt:

"Warum den Irak angreifen, der nur angeblich über Massenvernichtungswaffen verfügt, nicht aber Nordkorea, das solche wahrscheinlich bereits besitzt?"

Darauf erwidere das Weisse Haus, seine neue Doktrin der Präventivschläge sei kein Allheilmittel, so der TAGI weiter. Es handle sich vielmehr um ein Rezept, dessen Anwendung von Fall zu Fall zu prüfen sei.

"Mit andern Worten: Das nationale Interesse der USA im ölreichen Arabien ist derzeit grösser als das Interesse des Weltpolizisten im Fernen Osten."

Der TAGI findet, die USA würden "mit zweierlei Ellen messen".

Ähnlicher Meinung ist auch die BASLER ZEITUNG. "Nordkorea zerzaust die Bush-Doktrin", titelt das Blatt. Und weiter:

"Der atomare Provokationskurs des Regimes in Pjöngjang legt die Widersprüche der amerikanischen Sicherheitsdoktrin offen. Washington verbiegt sich vor der 'Achse des Bösen'."

swissinfo, Eva Herrmann

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