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Presseschau vom 09.09.2002

Freude herrscht über den Auftaktsieg der Fussball-Nationalmannschaft gegen Georgien. Das Kanzler-Duell in Deutschland und der FPÖ-Knatsch in Österreich sind weitere Themen.

Dieser Inhalt wurde am 09. September 2002 - 11:24 publiziert

Keine Freude herrscht dagegen bei Adolf Ogi. Er boykottiert die UNO-Beitritts-Feier.

"Gelungener Start in die EM-Qualifikation"

Der Einschätzung der NEUEN LUZERNER ZEITUNG zum 4:1-Sieg der Schweizer Fussball-Nati gegen Georgien schliessen sich die meisten Zeitungen an.

"Gelungene Momentaufnahme"

findet die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG. Sie stellt weiter fest:

"Der Erfolg ist verdient, aber der Gegner war sehr harmlos."

Die BERNER ZEITUNG sieht das ein wenig anders:

"Mit dem Schwung der Titanen"

wird der Erfolg gefeiert.

"Die ehemaligen 'U-21-Titanen' wie Stürmer Alex Frei stehen für den neuen Offensivfussball",

schwärmt die BZ weiter. Der BLICK jedoch hält zu Stéphane Chapuisat:

"Chappis 21. Nati-Tor - er ist unentbehrlich".

Und weiter:

"So macht Fussball wieder Spass".

Zum eher seltenen Bild des Nationaltrainers Köbi Kuhn, der freudestrahlend die Arme hochreisst, schreibt der BLICK:

"Glückwunsch, Köbi. Du hast die beste Nati seit 1996".

Ein anderer Schlagabtausch fand am Sonntag Abend statt: Das Fernsehduell Gerhard Schröder gegen Edmund Stoiber.

Der BLICK bringt es auf den Punkt:

"Mustersammlung von Platitüden."

Für das Boulevardblatt endete das Duell mit einem Unentschieden. Für die BZ und die Deutschen Fernsehsender ging die

"zweite Runde an Schröder".

Der Kommentator der NEUEN LUZERNER ZEITUNG war vom Duell nicht eben hell begeistert:

"Gebetmühlenartig hat Stoiber dem Kanzler die angestiegene Zahl der Arbeitslosen an den Kopf geworfen, ob die Frage dazu passte oder nicht. Und ebenso stereotyp hat Schröder die internationale Krise dafür verantwortlich gemacht."

Das Fazit der NLZ:

"Letztlich dürften die beiden die unentschiedenen Wähler in ihren Vorurteilen bestätigt haben."


Die Schlammschlacht innerhalb der Freiheitlichen Partei Österreichs, FPÖ, die mit dem Rücktritt der Vizekanzlerin Riess-Passer einen vorläufigen Höhepunkt gefunden hat, findet ihren Niederschlag in der AARGAUER ZEITUNG:

"Haider hatte mit seinen beständigen Provokationen das Rezept für erfolgreiche Opposition gefunden. Ein Rezept für erfolgreiche Regierungsarbeit hat er nicht."

Und weiter:

"Die Delegierten, die dem alternden Wunderkind der Wiener Politik immer noch aufs Wort parieren, wissen erst recht nicht, was sie wollen. Sie haben einen Führer, dem sie folgen. Nur der Führer führt nicht. (...) Mit Kleine-Leute-Populismus kann man keine liberalen Staats- und Wirtschaftsreformen anschieben."

Szenenwechsel von der Donau an den Hudson-River

Adolf Ogi wird nicht an der UNO Beitrittsfeier in New York teilnehmen, weiss der BLICK.

"Der Mann, der die Schweiz als Lokomotive in die UNO gezogen hat, bleibt zu Hause."

Alt-Bundesrat Adolf Ogi boykottiert laut BLICK die UNO-Beitrittsfeier in New York, weil er die Einladung vom Aussendepartement erst am letzten Mittwoch erhalten hatte. Dies sei zu spät gewesen, um noch Termine absagen zu können.

Ein saurer Adolf Ogi zum BLICK:

"Das kann man mit dem Ogi nicht machen".


Etienne Strebel

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