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Presseschau vom 13.11.2003

Der Tod von 18 Italienern im Irak dominiert die Presseschlagzeilen vom Donnerstag. Kommentiert wird vor allem die Ratlosigkeit der USA.

Ascoms Kapitalerhöhung prägt die Wirtschaftsfrontseite der meisten Zeitungen.

Der Schock ist gross: "Irak-Krieg holt jetzt auch Italien ein", titelt der TAGES-ANZEIGER. Nun wachse in Rom der Widerstand gegen den Irak-Einsatz.

In einem Kommentar ortet die USA-Korrespondentin der NEUEN LUZERNER ZEITUNG "Erste Anzeichen von Panik". Die plötzliche Eile in Washington habe mehrere Gründe. Einer davon sei das kommende Wahljahr, das Bush im Nacken sitze.

Die Westschweizer Tageszeitung LE TEMPS kommentiert schon auf der Frontseite "l'accéleration du transfert de pouvoir aux Irakiens, encore exclus il y a quelques semaines – die beschleunigte Machtübergabe an die Iraker, die noch vor wenigen Wochen ausgeschlossen wurde". Die Amerikaner befänden sich nun im Nach-Schock-Stadium, wo das Chaos an die Iraker selbst weitergeschoben würde.

Übertragung der Regierungsgewalt

Auch die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG thematisiert die "Übertragung der Regierungsgewalt im Lande an die Iraker".

"Denkbar wäre die Einsetzung einer vollwertigen Regierung noch vor der Abhaltung von Wahlen oder die baldige Wahl einer irakischen Konstituante".

Was die Situation in Rom betreffe, so die NZZ, "betont die Regierung, dass sie sich vom Terror nicht einschüchtern lasse, während sich die Opposition gespalten zeigt."

Als zweiter ausländischer Themenbereich taucht in der Presse der Jahrestag zum Untergang des Tankers "Prestige" vor der galizischen Küste Spaniens auf. "Ein Jahr nach dem Untergang tauchen Spuren von Schweröl in Nahrungsmitteln auf," schreibt der TAGES-ANZEIGER.

Die NLZ kommentiert, "wie rasch Tragödien in Vergessenheit geraten". Die EU wird gelobt, doch die Spuren der Verseuchung seien noch nicht beseitigt.

"Über die Langzeitfolgen liegen sich Behörden und Umweltforscher in den Haaren."

Schliesslich wird daran erinnert, dass die "Prestige" für die Zuger Rohstoffhandelsfirma Crown Ressources unterwegs war.

Ascom: Banken glauben an die Zukunft



Im inländischen Themenbereich nimmt die Sanierung und der Stellenabbau beim Berner Telekomkonzern Ascom einen prominenten Platz ein. "Der Ascom-Konzern hat sich bei seinem Kampf ums Überleben etwas Luft verschafft", kommentiert DER BUND auf seiner Frontseite. Offenbar glauben die Banken an eine Zukunft der Ascom.

"Ascom-Chef Juhani Anttila ist mit der angekündigten Kapitalerhöhung der entscheidende Durchbruch gelungen," kommentiert die BERNER ZEITUNG, ebenfalls auf ihrer Frontseite. Anttila könne nun für sich in Anspruch nehmen, den Zusammenbruch des Unternehmens abgewendet zu haben.

Auch die NZZ schreibt in ihren "Reflexen" zu Ascom: "Die Stärkung des Eigenkapitals verringert auch für die Aktionäre das Risiko eines Totalverlustes."

Asterix als pro-helvetisches Wirtschafts-Argument



Eine weitere "Wirtschafts-Meldung" dominiert die Frontseite des BLICKS: "Stinkfreche Austria-Käser: 'Wir Österreicher haben das Raclette erfunden'", titelt das Boulevard-Blatt und rüttelt damit wohl die jeweils in der Ski-Saison üblichen Konkurrenz-Geister zwischen Österreich und der Schweiz wach.

Laut BLICK berufen sich die österreichischen "Kampf-Käser" auf eine 613 Jahre alte Urkunde, worin zum ersten Mal ein Raclette-Essen auf österreichischem Boden erwähnt werde. Der Blick-Kommentar entkräftigt dieses Dokument, indem er sich auf den Asterix-Band "Asterix bei den Schweizern" beruft. "Dort sagt ein Bankdirektor zu Asterix und Obelix: 'Mit der Lampe könnt ihr den Käse schmelzen'." Das war immerhin 50 vor Christus!

swissinfo, Alexander Künzle

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