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Presseschau vom 17.02.2004

Viele Einwanderer in die Schweiz haben einen Doktorhut im Gepäck. Die Presse beschäftigt sich auch mit der Forderung, den Preisüberwacher abzuschaffen.

Informationsprobleme im nationalen Luftverkehr und das bilaterale Seilziehen zwischen der Schweiz und der EU sind weitere Themen, die von den Zeitungen aufgegriffen werden.

Die Zuwanderung in die Schweiz bekommt ein neues Bild: "Jede zweite Arbeitskraft, die in den letzten zwei Jahren in die Schweiz gekommen ist, hat einen Hochschulabschluss", schreibt die NEUE LUZERNER ZEITUNG. Wenn die Schweiz international konkurrenzfähig bleiben wolle, müsse sie sich als kleines Land auf Marktnischen konzentrieren und in diesen Weltspitze sein.

"Dafür braucht es Topleute – aus der Schweiz und eben auch aus dem Ausland. Denn es wäre illusorisch zu glauben, dass die Schweiz die dafür erforderlichen Spitzenkräfte alle selber ausbilden kann."

DIE NLZ berichtet wohlwollend vom positiven Einfluss, den das ausländische Know-How auf die Innovationskraft der Schweiz habe und führt dabei die französischen Einwanderer ins Feld, die vor Hunderten von Jahren der Schweizer Uhrenindustrie entscheidende Impulse gaben.

Weg mit dem Preisüberwacher

Der BLICK berichtet über Bemühungen, den Preisüberwacher abzuschaffen. Weit besser als ein Preisüberwacher wäre laut SVP und Economiesuisse mehr Wettbewerb. Das würde die Preise viel nachhaltiger senken.

"Wäre, würde. Ich wette, dass es auch in 20 Jahren noch staatliche Monopolbetriebe und übermächtige private Unternehmen gibt – Firmen und Organisationen, die ihre Marktstellung ausnützen, um die Konsumenten zu schröpfen", reklamiert der BLICK-Kommentator. Und solange dem so sei, brauchten wir einen "Monsieur Prix" oder eine "Madame Prix". Denn:

"Der Papst möchte zwar auch, dass seine Schäfchen nicht mehr sündigen. Und dennoch ist er nicht so blauäugig, (...) die Beichte abzuschaffen."

Baustelle "Lughafen"

Für den TAGES ANZEIGER gibt es keine Woche ohne die Bestätigung des Verdachts, die Schweizer Luftfahrt sei weniger sicher, als sie sein könnte.

"Es sind nicht nur die vier Unfälle mit insgesamt 334 Toten in Halifax, Niederhasli, Bassersdorf und Überlingen, die das Vertrauen in die Branche erschüttert haben", kommentiert der TAGI. Immer klarer kristallisiere sich heraus, dass die Airlines zu sorglos waren und die Kontrolleure zu lang zu wenig genau hingeschaut hätten.

"Die Swiss, die Fluglotsen, das Luftfahrtsamt haben aus den Fehlern gelernt. (...) Doch statt alles offen zu kommunizieren, behalten sie wichtige Ergebnisse und Massnahmen für sich. Das schafft Unsicherheit."

Der TAGI moniert weiter, dass die Swiss und der Flughafen erst informieren, wenn sie etwas zugeben müssten. "Der Flughafen heisst im Volksmund schon 'Lughafen'. Statt transparent zu informieren, versuchen sie, mit Informationen Politik zu machen"

Das ST. GALLER TAGBLATT ist derselben Ansicht: Wenn eine Sache gut laufe, seien keine Nachrichten in der Regel gute Nachrichten. "Läuft sie aber schlecht, gilt genau das Gegenteil. Keine Nachricht bedeutet, dass die Krise anhält", schreibt das Ostschweizer Blatt weiter.

Bilaterales Seilziehen

Bundespräsident Joseph Deiss ist mit den Schweizer Anliegen zu den Bilateralen Verträgen mit der EU in Dublin auf wenig Verständnis gestossen. Während die EU auf ein rasches Inkraftsetzen des Abkommens über die Zinsbesteuerung drängt, will die Schweiz die Bilateralen Verträge unter Dach bringen.

"Ist die Lage also definitiv verfahren?" fragt die AARGAUER ZEITUNG. Die Antwort: "Hoffentlich nicht. Beim Verhandeln geht es um Geben und Nehmen."

Geduld sei gefragt, meint die AZ und zitiert Aussenministerin Micheline Calmy-Rey, die das Problem kürzlich auf den Punkt gebracht hat: "Manchmal sollte man dringend warten können".

swissinfo, Etienne Strebel

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