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Presseschau vom 18.11.2003

Christoph Blochers Entweder-oder-Szenario rund um seine Bundesratskandidatur darf immer mit Schlagzeilen rechnen. So auch sein jüngster Angriff auf die Sozialdemokraten, der sogar in den eigenen Reihen für Verwirrung sorgt.

Weitere Schlagzeilen liefert der Tiefflug der Schweizer Fluggesellschaft und der Höhenflug des Weltstars Roger Federer.

Christoph Blocher verhalte sich wie ein unberechenbarer Spieler statt wie ein verantwortungsbewusster Bundesratskandidat, kritisiert der Berner BUND. Sein Bekenntnis zur Konkordanz und Kollegialität wirke nicht besonders Vertrauen erweckend. Eine Regierung mit ihm sei also ein Experiment:

"Scheitert es, hat Blocher alles Vertrauen und die SVP jede Glaubwürdigkeit verspielt."

Eine Regierung ohne Blocher, so der BUND, bedeute aber auf sicher die politische Blockade für die nächsten vier Jahre.

"Der gröbste Fehler der SVP"

"Blocher statt Calmy-Rey in den Bundesrat?" fragt der Zürcher TAGES-ANZEIGER. Dieses Szenario falle auf keinen fruchtbaren Boden, weder in der eigenen Partei, noch bei der Adressatin, der SP, und:

"Die Sozialdemokraten haben Grund zur Gelassenheit. Denn von CVP und FDP scheinen sie nichts befürchten zu müssen."

Diese Ansicht teilt auch die BERNER ZEITUNG, BZ. Eine Abwahl von Bundesrätin Calmy-Rey scheitere an der CVP und der FDP, denn diese seien nicht bereit für eine rein bürgerliche Regierung.

Blocher sei ja bekanntlich ein "ganz Schlauer" und halte sich alle Optionen offen, kommentiert die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG unter dem Titel

"Wir werden sehen."

Die neu eingebrachte Variante eröffne der SVP nämlich die Möglichkeit, am 10. Dezember auch nach einer allfälligen Bestätigungswahl von Metzler und Deiss im Saal zu bleiben. Sie könnte den eigenen "halben" Bundesrat Schmid unterstützen und anschliessend mit Calmy-Rey antreten. Doch wäre die CVP-Fraktion in diesem Fall auf die Probe gestellt:

"Gewährt sie der SP Gegenrecht, muss sie Calmy-Rey dem bürgerlichen Herausforderer Blocher vorziehen. Und bei der SP wird man sich genau überlegen müssen, wie die eigene Zweiervertretung im Bundesrat auf Dauer am ehesten gesichert ist."

Swiss in der Gewitterzone



Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss sei weit davon entfernt, ihre Krise überwunden zu haben, kommentiert die BASLER ZEITUNG den Verlust von 613 Mio. Franken. Im Gegenteil, jetzt gehe ein Rennen gegen die Uhr los. Denn ob die Liquidität so lange reiche, bis die Gewinnzone erreicht sei, dürfe bezweifelt werden.

"La dure réalité des chiffres rattrape Swiss" – die harte Wirklichkeit der Zahlen hat die Swiss eingeholt – schreibt die Genfer Zeitung LE TEMPS. Ausgebuchte Billig-Flüge würden eben auch nichts nützen, solange die Kassen leer blieben.

Ein Grounding gebe es auf keinen Fall, zitiert der BLICK Swiss-Chef André Dosé in einem Interview. Die Ergebnisse seien besser als erwartet, und auch das neue Europa-Konzept sei befriedigend. Die Swiss befinde sich auf Kurs.

Perfekter Botschafter



Für die NEUE LUZERNER ZEITUNG ist Roger Federer der perfekte Botschafter für den Tennissport. Er habe den seit dem Titelgewinn in Wimbledon massiv gestiegenen Rummel um seine Person locker weggesteckt und sei immer noch wie früher: ein Typ, der keine unnötigen Floskeln von sich gebe.

Des Lobes voll ist auch die AARGAUER ZEITUNG. Viele Sportler mit glänzenden Anlagen würden scheitern, weil es ihnen an der notwendigen Einstellung fehle:

"Roger Federer aber hat nicht nur den Körper, sondern auch den Kopf für einen der ganz Grossen seiner Branche."

swissinfo, Monika Lüthi

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