Presseschau vom 18.12.2002

Die meisten Zeitungen befassen sich mit den Vorschlägen zur Verbesserung der Rechte für Ausländerfamilien.

Dieser Inhalt wurde am 18. Dezember 2002 - 09:57 publiziert

Das Fernbleiben von Bundespräsident Pascal Couchepin an der SVP-Albisgüetli-Tagung und das Käsereisterben in der Schweiz sind weitere Themen.

Die meisten Zeitungen berichten über die Studie der Eidgenössischen Koordinationskommission für Familienfragen. Demnach soll die Situation der Ausländer und ihrer Familien in der Schweiz verbessert werden.

"Nicht alle sind vor dem Gesetz gleich",

titelt der TAGES-ANZEIGER. Eine Familie aus der Türkei habe in der Schweiz nicht die gleichen Rechte wie eine Familie aus einem EU-Staat.

Für die AARGAUER ZEITUNG sind Migrationsfamilien

"eine Bereicherung statt Bedrohung".

Das Gesicht der Migration habe sich stark gewandelt, schreibt die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG:

"Die Motive, die Heimat zu verlassen, sind vielfältiger geworden, und die Familien - ob sie nun zurückbleiben, nachgezogen oder erst im Exil begründet werden - spielen eine wichtige Rolle bei der gewählten Migrationsstrategie, was in der Integrationspolitik bisher nur wenig beachtet wurde."

Den Migrationsfamilien müsse Hand geboten werden, titelt die NEUE LUZERNER ZEITUNG. Allerdings:

"Einige der Forderungen, welche die Eidgenössische Koordinationskommission für Familienfragen zu Einwanderungs- und Einbürgerungsbelangen aufwirft, dürften kontroverse Debatten provozieren. Das kann gut sein."

Unstrittig sollten "jedenfalls auch in Integrationsbelangen rechtsstaatliche Grundsätze wie Rechtssicherheit und Rechtsschutz sein - selbstredend auch für ausländische Familien", fügt die LUZERNER ZEITUNG hinzu.

Couchepin nicht am Albisgüetli-Treffen

Der neue Bundespräsident Pascal Couchepin hat der Zürcher SVP seine Teilnahme an der traditionellen Albisgüetli-Tagung abgesagt.

"Nach einer heiteren Zusage gibt Couchepin der SVP einen Korb",

schreibt der TAGES-ANZEIGER. Dieser Korb sei vom gesamten Bundesrat gekommen, präzisiert der TAGI:

"Hinter diesem Schreiben steht offenbar ein diffuser gemeinsamer Wille des Bundesrates, der SVP eine Botschaft des Ärgers zu übermitteln."

Und der TAGI präzisiert die Gründe des Ärgers:

"Die Art, wie Kollege Samuel Schmid an der Delegiertenversammlung seiner SVP verunglimpft worden war, und die radikale Oppositionsshow der SVP-Fraktion vor der Wahl von Micheline Calmy-Rey zur Bundesrätin am 4. Dezember haben im Regierungsgremium Spuren hinterlassen."

Gleicher Meinung ist der BLICK:

"Die Absage des Bundespräsidenten ist eine vom Gesamtbundesrat unterstützte Demonstration gegen den Blocher-Kurs."

Das Ende für 81 Käsereien

"Das Käsereisterben in der Schweiz nimmt den leider absehbaren Lauf",

schreibt die AARGAUER ZEITUNG und berichtet, wie die meisten anderen Blätter, über den Entscheid des Innerschweizer Branchenriesen Emmi, nächstes Jahr 81 Emmenthaler-Käsereien keine neuen Abnahmeverträge mehr zu geben.

"Harte Kur",

titelt die BERNER ZEITUNG.

Aber wegen den hohen Produktionskosten komme dieser Entscheid nicht überraschend, ist DER BUND überzeugt und schlägt vor, den gewerblich hergestellten Schweizer Emmentaler als "Spezialität" zu vermarkten:

"Die Kunden müssen bereit sein, für diese Exklusivität etwas mehr zu bezahlen als für den industriell produzierten Käse. Das starke Profil ihres Produktes kann zumindest einem Teil der Käsereien das Überleben sichern".

swissinfo, Alina Kunz Popper

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