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Presseschau vom 25.04.2003

Die Schweizer Presse zieht mit gemischten Gefühlen Bilanz über die ersten 100 Amts-Tage von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey.

Dieser Inhalt wurde am 25. April 2003 - 11:29 publiziert

Etwas über 100 Tage ist sie nun im Amt, Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. "Die Feuerprobe bestanden", titelt DER BUND.

"Die Aussenministerin weicht keinen Millimeter vor den Kritikern und legt ihre Prioritäten dar", so die Zeitung. Das Fazit des BUND: "Kurs gesetzt, nun bitte segeln."

Keine Selbstüberschätzung

Auch die AARGAUER ZEITUNG zieht Bilanz. "Leise Sprache, laute Töne", titelt sie. Bei ihrem Blick auf die Welt nach dem Irak-Krieg habe Calmy-Rey erfreulich klare Worte gewählt, ohne eine Partei vor den Kopf zu stossen.

Der Kommentar der AZ: "In ihrer Selbstanalyse zeigt sie auch Selbstironie. Das schützt vor Selbstüberschätzung."

Kein bisschen leise

Der BLICK schreibt auf Seite 1: "Kein bisschen leise." Und: "Bundesrätin Micheline Calmy-Rey bleibt standhaft. In ihrer Bilanz über die ersten 100 Tage im Amt macht sie klar: Sie denkt nicht daran, ihre Amtsführung zu ändern."

Feuerprobe

Ähnlicher Meinung ist auch die Westschweizer LE TEMPS. Die Zeitung befasst sich in einem langen Interview ausführlich mit der neuen Aussenministerin.

Ihr Kommentar: "Eine transparente und sichtbare Aussenpolitik bleibt für sie sehr wichtig."

Von Fettnapf zu Fettnapf

Die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG: "Es war - gemessen an ihrer fulminanten Startphase mit viel Nebengeräuschen - ein ruhiger, bisweilen überaus diplomatischer Auftritt."

Aber: "Calmy-Rey hat sichtlich Mühe, in irgendeinen am Wegrand liegenden Fettnapf nicht zu treten."

Machtkampf statt Kohärenz

Die BASLER ZEITUNG titelt ihren Kommentar zur neuen Aussenministerin mit "Machtkampf satt Kohärenz". Und: "Traditionell war die Aussenwirtschaftspolitik das A und O der Schweizer Aussenpolitik. Doch Couchepin & Co. haben die Rechnung ohne Calmy-Rey gemacht."

Das Fazit der BAZ: "Calmy-Rey hat mit ihrem forschen Einstieg die massive Gegenwehr herausgefordert. Tatsache ist, dass die Schweiz gegen aussen ein total inkohärentes Bild abgibt."

Aktive Aussenpolitik kostet

Der TAGES-ANZEIGER geht auf das Programm der Aussenministerin ein. Er schreibt: "Frieden fördern und den Ärmsten helfen - doch es fehlt an Geld."

Wegen der knappen Bundesfinanzen wachse reihum der Widerstand gegen die geplanten Aktivitäten von Calmy-Rey. Doch, so der Kommentar des TAGI: "Das heisst noch lange nicht, dass sich die Neue von ihrem Kurs abbringen lässt."

Keine Ankündigungsminsterin

Die BERNER ZEITUNG titelt ihren Kommentar mit "Probleme aktiv angehen". Und: "Micheline Calmy-Rey sieht keinen Grund, von der öffentlichen Diplomatie abzurücken. Im Gegenteil."

Die BZ zitiert die Bundesrätin, die von sich selber sagt, sie "keine Ankündigungsministerin". Die Bevölkerung habe Anrecht auf Transparenz.

swissinfo, Elvira Wiegers

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