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Presseschau vom 27.12.2003

Zerstörung und Verzweiflung in Iran, unklare Zukunftsperspektiven in Pakistan und dann noch der bange Blick gen Mars.

Die Schweizer Zeitungen beschäftigen sich neben den üblichen Jahresrückblicken primär mit den grossen Ereignissen im Ausland.

Bilder von eingestürzten Häusern, Schutt und verzweifelten Menschen dominieren die Titelseiten der Samstagszeitungen.

"Iran: Tod und Verwüstung", titelt beispielsweise der TAGES-ANZEIGER. "Bam liegt in Trümmern", so der Berner BUND. Und der BLICK schreibt:

"Niemand weiss, wie viele Menschen im neuen Teil der Stadt noch unter den Trümmern liegen. Tausende Erdbebenopfer wurden bereits beerdigt. In Bam und in der Provinzhauptstadt Kerman soll es keine ausreichende medizinische Versorgung geben. Die Behörden befürchten Epidemien."

Bedrohter pakistanischer Präsident

In Pakistan ist Präsident Musharraf einem Mordanschlag entgangen. Es war bereits der zweite Angriff innerhalb weniger Tage. Der TAGES-ANZEIGER sieht deshalb eine veritable "Angriffswelle" auf Musharraf.

"Pakistans Präsident im Visier der Kaida?", fragt die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG. Und die BERNER ZEITUNG kommentiert:

"Angesichts der ernsthaften Bedrohung durch die Fundamentalisten dürfte es für den General wenig tröstlich sein, dass er sich in bester Gesellschaft mit den Amerikanern befindet." Und weiter:

"In Afghanistan kämpfen US-Soldaten gegen versprengte Taliban-Einheiten, die sich unter dem ehemaligen Mujahedin-Führer Hekmatyar neu formiert haben. Und Hekmatyar – auch er ein Fundamentalist – wurde einst vom US-Geheimdienst mit Geld und Waffen unterstützt."

Schiffbruch am Mars?

In der Westschweizer Zeitung LE TEMPS kommt der Vertreter des Schweizer Unternehmens zu Wort, das an der aktuellen europäischen Mars-Mission beteiligt ist. Alle Medien wollten nur wissen, wann man denn nun mit Sicherheit von einem Scheitern sprechen könne, klagt er "un peu soufflé par cette culture de pessimisme" – etwas erschöpft ob dieser Kultur des Pessimismus.

Die BASLER ZEITUNG titelt denn auch bereits "Schiffbruch am Mars – kein Zeichen der Sonde". Die Europäische Weltraumagentur bange um einen Teil ihrer Mars-Mission.

Der BLICK meint: "Die Europäer wollten hoch hinaus – bis zum Mars. Dass sie mit ihrer Mission zum Roten Planeten teilweise gescheitert sind, mag Schadenfreude auslösen – vor allem bei den Amerikanern."

Allerdings erinnert der BLICK dann an die vielen Rückschläge, welche die verschiedenen Missionen bereits einstecken mussten. Die Schlussfolgerung: "Scheitern heisst trotzdem weitermachen."

swissinfo, Eva Herrmann

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