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Rätselhaftes wird konkret

Erich von Däniken wird für seinen Mystery Park von vielen Sponsoren und Aktionären unterstützt.

(Keystone)

Mit dem ersten Spatenstich haben die Bauarbeiten für den Mystery Park in Interlaken begonnen. Die Rätsel der Welt sollen ab Frühling 2002 jährlich 500'000 Besucher anlocken - ebenso viele wie das Jungfraujoch.

Seinen ersten Coup hatte Erich von Däniken 1968 gelandet. Er schrieb über Sterne, Götter und All-Mächtige: Das Buch mit dem Titel "Erinnerungen an die Zukunft" wurde weltweit 56 Mio. mal verkauft. Jahrelang missionierte der irdische Kontaktmann zu den Ausserirdischen erfolgreich in Büchern, Filmen, Funk und Fernsehen für seine kosmischen Theorien.

Es war also bei weitem kein Unbekannter, der vor vier Jahren die Pläne für einen Mystery Park in Interlaken präsentierte. Die Rede war von "Museumspark" oder "Erlebnispark" - skeptisch stellten sich allerdings viele Einheimische und spottende Journalisten bloss einen Landeplatz für Ufos oder einen Esoteriktempel vor.

Was nun auf dem Areal des Interlakner Militär-Flugplatzes gebaut wird, sieht gemäss den Plänen zwar so aus, wie man sich vielleicht eine Raumstation vorstellt. Es sind sieben Themen-Pavillons, verbunden mit gläsernen Korridoren. Dargestellt werden sollen darin aber eben die Rätsel der Welt. Dazu gehören die berühmten Pyramiden von Gizeh in Ägypten oder die gigantischen Bodenzeichnungen in der Ebene von Nazca (Peru) - multimedial aufbereitet und dem Publikum auf vergnügliche Art näher gebracht.

"Der Park hat überhaupt nichts mit Ufos und Ausserirdischen zu tun. Er soll auch keine Plattform für meine Ideen werden", beteuerte Erich von Däniken immer wieder. Und er scheint zu überzeugen: Immer mehr Personen unterstützen das Projekt. "Wir sind alle überzeugt, dass es auch volkswirtschaftlich eine grosse Bedeutung hat", sagt Urs Zaugg, Direktor von Interlaken Tourismus, gegenüber swissinfo.

Der Bau hat mit dem ersten symbolischen Spatenstich von Erich von Däniken nun begonnen. Die Arbeiten werden grösstenteils von lokalen Baufirmen durchgeführt. Auch beim späteren Betrieb des Mystery Parks soll die Region von neuen Arbeitsplätzen profitieren.

500'000 Besucher pro Jahr vorgesehen

Berechnungen der Verantwortlichen gehen davon aus, dass jährlich eine halbe Million Besucherinnen und Besucher den Mystery Park anschauen werden. Zaugg geht davon aus, dass die Zahl stimmt, denn hier werde ja "etwas ganz Einzigartiges gebaut". Der Tourismus-Direktor hofft einerseits auf neue Touristen, andererseits sieht er auch Synergien zum bestehenden Angebot. Denn eine halbe Million Menschen, so viele besuchen pro Jahr die wohl berühmteste Touristen-Attraktion der Region, das Jungfraujoch.

Investoren steigen ein

Die Gesamtkosten für den Mystery Park betragen 80 Mio. Franken. Finanziert werden soll er ausschliesslich mit Eigenmitteln. Bisher lief die Geldsuche erfolgreich: 4000 Aktionärinnen und Aktionäre beteiligen sich, zurzeit sind über Aktienemissionen und Sponsorenverträge 30 Mio. Franken aufgebracht. Zu den Hauptsponsoren gehören renommierte Grossfirmen wie Sony, Valora oder Feldschlösschen.

An der Generalversammlung vom Donnerstag (01.03.) wurde nun eine weitere Kapitalerhöhung beschlossen: In den kommenden Wochen sollen weitere 20 Mio. Franken in die Kasse fliessen.

Eröffnung Frühling 2002

Die Mittelbeschaffung ist also noch voll im Gang. Zudem ist auch der Zeitplan der Bauarbeiten ehrgeizig. Geplant wäre eine Eröffnung des Mystery Parks im April 2002. Ob dies eingehalten werden kann, ist unklar: Zurzeit sind die Arbeiten zwei Monate im Verzug. "April, Mai oder allenfalls Juni - wir werden sicher im Frühjahr 2002 eröffnen", so die durchaus nicht bloss utopischen Pläne der Mystery-Verantwortlichen.

Eva Herrmann


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