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Roche bei bester Gesundheit

Untersuchungen in der Pharmakologie. Roche schreibt 2004 das beste Betriebsergebnis seiner Geschichte. Roche

Dank neuartigen Krebs-Medikamenten und dem OTC-Verkauf konnte die Basler Pharma-Gruppe Roche ihren Konzerngewinn 2004 verdoppeln.

Dieser Inhalt wurde am 02. Februar 2005 - 08:31 publiziert

Der Konzernumsatz nahm 2004 um 12% auf fast 30 Mrd. Franken zu. Der Betriebsgewinn fiel dabei laut Roche als "bester in der Geschichte" des Unternehmens aus.

Die Roche-Gruppe befand sich 2004 weiter auf Kurs. Der Basler Pharmagigant hat im vergangenen Geschäftsjahr 6,6 Mrd. Franken verdient, nach 3,1 Milliarden im 2003. Damit hat sich der Konzerngewinn mehr als verdoppelt.

Der Konzernumsatz der "Weitergeführten Geschäfte" (das heisst Umsatz der beiden Kerngeschäfte Pharma und Diagnostics plus Tresorerie, aber ohne die verkaufte "Consumer Health", Vitamine und Feinchemikalien ) nahm 12% in Lokalwährungen und 9% in Franken auf 29,5 Mrd. zu, wie Roche am Mittwoch bekannt gab.

Verkauf des OTC-Geschäfts

Das Vorjahres-Ergebnis wurde mehr als verdoppelt, auch dank dem Verkauf des OTC-Geschäfts. Dieses hatte "Consumer Health", also die frei verkäuflichen Medikamente, umfasst (OTC: Over the counter). Für dieses hatte Bayer 2,3 Mrd. Franken an Roche bezahlt.

Ausserdem fiel ein Finanzgewinn von 908 Mio. Franken an. Ohne diese Sondererträge hätte das Gewinnwachstum 29% betragen, was laut Agenturen eher unter den Erwartungen der Analysten liegt.

Der Betriebsgewinn stieg um 24 respektive 20% auf 9,9 Mrd. Franken. Die Betriebsgewinnmarge des Konzerns kletterte von 21,1 auf 23,5%.

Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinn von 4,77 Mrd. gerechnet. Der Konzernumsatz war auf 30,18 und der Pharmaumsatz auf 22,14 Mrd. geschätzt worden.

"Bester Betriebsgewinn"

Laut Franz B. Humer, VR-Präsident und CEO von Roche, wurden die "ehrgeizigen Ziele, die man sich für 2004 gesteckt hatte, erreicht und teils sogar übertroffen". Humer spricht vom "besten Betriebsgewinn in unserer Geschichte".

Angesichts des hohen medizinischen Bedarfs sowie des rasanten technologischen Fortschritts bestünden trotz eines schwierigen Umfelds nach wie vor gute Wachstumsaussichten, so Humer.

Der Kernbereich Roche Pharma wuchs mit einem Plus von 13% in Lokalwährungen und 10% in Franken stärker als der Weltmarkt, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Die Division Pharma steuert mit 21,7 Mrd. Franken den hauptsächlichen Anteil der Umsätze bei.

Die Umsätze bei der zweiten Division, Roche Diagnostics, stiegen um 8 respektive 6%. Den Aktionären winkt die 18. Dividendenerhöhung in Folge.

Weiteres Wachstum im laufenden Jahr

Im laufenden Jahr will Roche in beiden Divisionen Pharma und Diagnostics schneller als der Weltmarkt wachsen. "Ein Blick auf die Entwicklungs-Schiene zeigt, wir gut wir für die Zukunft ausgerüstet sind", sagt Humer gegenüber swissinfo. "In der Pharma-Division erwarten wir in den kommenden fünf Jahren rund 25 Anwendungen, die wir dem Markt mitzuteilen haben."

Damit sei Roche, so Humer, dem Risiko vom Patentausfällen weniger ausgesetzt als die Branche im Durchschnitt.

2005 wird das Resultat der Division Pharma beeinflusst durch den Patentablauf von Rocephin in den USA, die Kosten für Produkteinführungen in wichtigen Märkten sowie durch bedeutende Entwicklungsprojekte. Das Finanzergebnis sollte ausgeglichen ausfallen.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Unter den wichtigsten von Roche verkauften Medikamenten befinden sich fünf Mittel gegen Krebs.

2004 wurde Roche weltweit führend im Bereich der Transplantations-Medikamente.

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Fakten

Zahlen für 2004 (in Mio. Fr.), Konzern ("Weitergeführte Geschäfte"):
Verkäufe 31'273 (29'522)
EBITDA (Betriebsgewinn) 9'566 (9'231)
Dividende 2 Franken
Mitarbeitende 64'703 (64'594)

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