Saison 2000 auf dem Ballenberg: Im Einklang mit den Jahreszeiten

Das Schweizerische Freilichtmuseum Ballenberg ob Brienz widmet sich in der am Samstag (15.04.) beginnenden Saison 2000 speziell der Übereinstimmung mit den Jahreszeiten. Neu im Bestand sind ausserdem ein Taglöhnerhaus und ein Speicher aus dem Tessin.

Dieser Inhalt wurde am 12. April 2000 - 16:47 publiziert

Das Schweizerische Freilichtmuseum Ballenberg ob Brienz schenkt in der am Samstag (15.04.) beginnenden Saison 2000 der Übereinstimmung mit den Jahreszeiten ein besonderes Augenmerk. Neu im Bestand sind ausserdem ein Taglöhnerhaus und ein Speicher aus dem Tessin.

Rund 90 Bauten aus fast allen Teilen der Schweiz haben auf dem Ballenberg eine neue Bleibe gefunden. Sie vermitteln ein Abbild ländlicher Kultur und Lebensweisen. Neu kommt dieses Jahr gegenüber dem mächtigen Strohdachhaus von Oberentfelden das wesentlich bescheidenere "Zopfhüsli" von Leutwil zu stehen.

Taglöhnerhaus und Tessiner Speicher

Das Nebeneinander der beiden Aargauer Strohdachhäuser sei ein Glücksfall, sagte der wissenschaftliche Leiter des Ballenberg, Edwin Huwyler, am Mittwoch (12.04.) bei der Vorstellung des Programms 2000. Die beiden Häuser beleuchteten wirtschaftliche und soziale Gegensätze zwischen einem vermögenden Bauern und einem Taglöhner.

Ein Tessiner Seicher aus Campo im Maggiatal erinnert mit seinen Stützen und den Steinplatten zur Abhaltung der Mäuse an die Walliser Bauart solcher Speicher, im Tessin "torba" genannt. Der Kern des zweistöckigen Kornspeichers mit Steindach stammt von 1515 und gehört damit zum ältesten Bestand auf dem Ballenberg.

In absehbarer Zeit wird der Kanton Nidwalden neu auf dem Ballenberg vertreten sein und zwar mit einem Maiensäss-Wohnhaus aus dem Jahr 1788. Danach werden nur noch die Kantone Solothurn, Glarus und Basel-Stadt keinen Zeugen ihrer Wohnkultur im Freilichtmuseum haben.

Zeitgerechtes Brauchtum

Gemäss dem Jahresmotto "Alles zu seiner Zeit" steht über Ostern, vom 21. bis 24. April, österliches Brauchtum auf dem Ballenberg im Mittelpunkt. Da werden Eier gefärbt, gesucht, gefunden, geworfen und danach gelaufen. Im weiteren Verlauf der Saison folgen Maibräuche, Alpauffahrt, Heilkräutertage, Herbstmarkt und am 7./8. Oktober die Brächete. Im Juni zeigen Landfrauen aus verschiedenen Regionen der Schweiz das traditionelle Tagewerk eine Bäuerin.

Das Freilichtmuseum Ballenberg hofft, dieses Jahr auf eine Viertelmillion Besucherinnen und Besucher zu kommen. Letztes Jahr lag es mit 240'000 etwas darunter. Ab dem 12. Juli sorgt der Verein Landschaftstheater Ballenberg mit der "Käserei in der Vehfreude" nach Gotthelf für einen besonderen Akzent.

swissinfo und Agenturen

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