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Schweizer Hochschulen: Magnet für ausländische Studierende

Die Schweizer Hochschulen nehmen bei den ausländischen Studierenden international einen Spitzenplatz ein. 17% der Eingeschriebenen stammen aus dem Ausland.

Dieser Inhalt wurde am 05. Mai 2003 - 17:46 publiziert

Punkto Uni-Eintrittsquoten hinkt die Schweiz im OECD-Vergleich nach.

Die Schweizer Hochschulen scheinen für ausländische Studierende besonders attraktiv zu sein. Das teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mit.

Im Ländervergleich innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellen die 17% die mit Abstand höchste Quote dar. In Deutschland (9%), Frankreich (7%) oder den USA (4%) ist der Ausländeranteil wesentlich geringer.

Postitiver Austauschsaldo

Das BFS ortet die Ursache in der grenznahen Lage vieler Schweizer Universitäten. Auch der vergleichsweise hohe Anteil (28%) bereits vor Studienbeginn niedergelassener Ausländer spielt eine Rolle. Zugleich seien die Schweizer Universitäten attraktiv.

Dies werde durch einen positiven Austauschsaldo unterstützt. Weit mehr ausländische Studierende kämen in die Schweiz als Schweizerinnen und Schweizer ins Ausland gingen.

Mit einem Austauschsaldo von 6,5% liegt auch hier die Schweiz im OECD-Vergleich an der Spitze. Danach folgen Australien (5,5%) und Grossbritannien (4,6%). Einen negativen Austauschsaldo weisen Frankreich, die Niederlande oder Finnland aus.

Wenig Studierende in der Schweiz

Im OECD-Vergleich beginnen in der Schweiz mit 29% wenig Schulabgänger ein Studium. Wie das BFS mitteilt, liegt das OECD-Mittel bei 44% (Jahr 2000). Am meisten Studienanfänger weist mit 71% Finnland aus. Deutschland (30%), Österreich (33%) und Frankreich (37%) bewegen sich eher im Rahmen der Schweiz.

Die markanten Unterschiede zwischen den Ländern begründet das BFS mit den spezifischen Bildungssystemen. In der Schweiz werden hochqualifizierte Fachleute an Fachhochschulen ausserhalb der Hochschulen ausgebildet. In anderen Ländern findet diese Ausbildung zum überwiegenden Teil an Universitäten statt.

Dies begründet auch die schweizerische Hochschul-Abschlussquote, die weit unter dem OECD-Mittel liegt. In der Schweiz erwerben im Vergleich zur gleichaltrigen Wohnbevölkerung 13% der jungen Leute einen Hochschulabschluss. Im OECD-Schnitt sind es 26%.

Auf Fächer bezogen sind die Abschlüsse in der Schweiz in etwa deckungsgleich mit jenen in den OECD-Ländern. So verfügen 15% über einen Abschluss in Geisteswissenschaften (OECD 14%), 32% in Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Recht (OECD 34%) und 8% in Naturwissenschaften (OECD 10%). Beim Ingenieurwesen liegt die Schweiz mit 17% über dem OECD-Durchschnitt (13%).

swissinfo und Agenturen

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