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Sechseläuten: "Modeschau" am Kinderumzug

Das Mädchen und der "Böögg".

(Keystone)

Beim Sechseläuten-Kinderumzug am Sonntagnachmittag in Zürich haben über 2000 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kostüme präsentiert.

Die über 2000 Knaben und Mädchen marschierten trotz nasskaltem Wetter stolz am klatschenden Publikum vorbei. Die Kinder aus Zürich und Umgebung im Alter von 5 bis 15 Jahren zeigten ein Abbild der Entwicklung der Mode in den vergangenen 900 Jahren. Erstmals war der Umzug chronologisch geordnet.

Die Edelfräuleins aus dem Mittelalter machten den Anfang des Zuges, das Sujet "St. Peterfahrt 1959", ein im 20. Jahrhundert wieder aufgenommener uralter Brauch, den Abschluss.

Eingerahmt wurde diese geschichtliche Abfolge von den Kindern aus dem Gastkanton Tessin an der Umzugsspitze und dem Sujet "Weltoffenes Zürich" mit vielen verschiedenen internationalen Kindergruppen.

"Zürich im Wandel der Geschichte"

Über viele Jahrzehnte hinweg war der Kinderumzug durch die Innenstadt zum Auftakt des Frühlingsfestes der Zürcher Zünfte ein buntes Durcheinander von Kindern in Kostümen und Trachten. Für die stets Tausenden von Zuschauerinnen und Zuschauer am Strassenrand waren es einfach viele niedliche Knaben und Mädchen.

Nun wurde der Umzug unter das Motto "Zürich im Wandel der Geschichte" gestellt und in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Landesmuseum neu strukturiert. Die Künstlerische Kommission des Zentralkomitees der Zünfte wollte den Umzug für die Zuschauenden "noch attraktiver, weil nachvollziehbarer" machen.

Die historischen Kostüme blieben jedoch die selben wie immer. Die Kinder zeigten sich als Rokoko-Damen oder als gotische Junker, als Handwerker oder vornehme Patrizier, als Herrliberger Marktfahrer oder Kyburger Dragoner.

Wie gewohnt wurde am Ende des Zuges der Wagen mit dem "Böögg" mitgeführt, einem dreieinhalb Meter grossen, mit Knallkörpern gefüllter Schneemann aus Watte, der den Winter symbolisiert.

Am Montagnachmittag findet dann der Zug der Zünfte zum Sechseläuten-Platz statt. Dort steht der Böögg auf einem Scheiterhaufen, der um Schlag 18 Uhr entzündet wird. Ein Zeichen für einen schönen Sommer soll es sein, wenn der Schneemann seinen Kopf rasch verliert.

swissinfo und Agenturen


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