Servettes fatale Abwehrfehler
Im Hinspiel des Achtelfinals im UEFA-Cup hat Valencia gegen Servette 3:0 gewonnen. Die Spanier deckten die Grenzen des Schweizer Cupsiegers auf.
Ein Eigentor von Hilton (4.) sowie Tore von Aimar (48.) und Salva (59.) machten den zählbaren Unterschied vor 22'000 Zuschauern in Valencia aus.
Der spanische Tabellenführer Valencia nutzte die Schwächen und Mängel in der Genfer Defensive brutal aus und stellte einen neuen Europacup-Heimrekord auf. Valencia ist nach dem 25. Sieg im heimischen Mestalla-Stadion seit 33 Spielen unbezwungen und hat damit Erzkonkurrent Real Madrid übertroffen.
Servette fehlte nicht nur die Spielpraxis nach der Wettkampf-Pause seit Anfang Dezember. Die Genfer waren dem selbstbewusst und nach der frühen Führung teilweise sogar leger aufspielenden Gegner technisch und läuferisch unterlegen.
Nervös und überfordert
Unglücklich gerieten die Genfer frühzeitig in Rückstand. Der Brasilianer Hilton lenkte eine Hereingabe Rufetes mit dem Kopf unhaltbar für Pédat ins eigene Tor.
Der Rückstand und der ungewohnt hohe Rhythmus verwirrten die Genfer noch mehr. Erst nach 20 Minuten fanden die nervösen und überforderten Schweizer besser ins Spiel.
Beinahe hätte eine Flanke des sonst schwachen Robert durch Djukic zum zweiten Eigentor, diesmal auf der anderen Seite, geführt. Doch der Abpraller des Jugoslawen, der von Trainer Benitez an seinem 36. Geburtstag dem Argentinier Ayala vorgezogen wurde, flitzte knapp neben statt ins Tor.
Lonfat leistete sich nach heftigem Pressing des Gegners gleich zwei Fehler, die sich fatal auswirkten. Mista kam in Abschlussposition, bediente Salva, der Übersicht bewies und für Aimar zurücklegte. Der Argentinier krönte mit dem 2:0 seine Klasseleistung.
Salvas Kopfball zum 3:0 ging ein Zögern von Verteidiger Jaquet voraus. Statt den Ball in Corner zu spedieren, zauderte er und ermöglichte Kily Gonzalez zu flanken.
Servettes müde Akteure liessen darauf den Kopf hängen und entgingen nur knapp einer Kanterniederlage. Aimar, Albelda, Mista, Rufete, sie alle besassen zur Freude der Schaulustigen im nur halb gefüllten Stadion erstklassige Chancen, das Skore noch auszubauen.
Pédat bewahrte die Genfer aber vor einem Debakel, hielt den Schaden wenigstens einigermassen in Grenzen und die (geringe) Hoffnung für ein interessantes Rückspiel gegen ein Klasseteam aufrecht.
swissinfo und Peter Wyrsch (si)

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