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Swiss Re: Profit dank Anlagen

Trotz Naturkatastrophen bewegt sich der Rückversicherer Swiss Re in den schwarzen Zahlen. Keystone

Der zweitgrösste Rückversicherer der Welt, Swiss Re, hat 2004 seinen Reingewinn um 45% gesteigert dank seiner guten Anlagerendite.

Dieser Inhalt wurde am 17. März 2005 - 10:20 publiziert

Die Firma übertraf damit die Markterwartungen, der Reingewinn beträgt 2,5 Mrd. Franken trotz einer Abnahme der Prämien.

Der Rückversicherungskonzern Swiss Re hat seinen Reingewinn im vergangenen Jahr trotz schwerer Wirbelstürme im Herbst um fast die Hälfte von 1,7 auf 2,5 Mrd. Fr. gesteigert. Die Dividende wird um 45% auf 1,6 Franken je Aktie erhöht.

Ausgeglichene Schadenslast

Im Vergleich zu 2003 stieg die Schadenlast durch Naturkatastrophen um 760 Mio auf rund 1,7 Milliarden Franken.

Durch die Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses und die Auflösung von Schwankungsrückstellungen über 241 Millionen Franken sei die Schadenlast aber ausgeglichen worden, sagte Swiss Re-Finanzchefin Ann Godbehere.

"Hervorragende Anlagerendite"

Der nach der Münchener Rück weltweit zweitgrösste Rückversicherer profitierte von einer "hervorragenden Anlagerendite", die von 5,1 auf 5,8% stieg. Das Gesamtanlageergebnis nahm um ein Fünftel auf 6 Mrd. Franken zu.

Die verdienten Prämien sanken jedoch um 4% auf 29,4 Mrd. Franken. Swiss Re begründet dies mit Währungseffekten, insbesondere mit der Dollarschwäche. Die Konzentration auf Profitabilität habe dazu geführt, dass die verdienten Prämien währungsbereinigt praktisch stagniert seien.

Gute Resultate in allen Sparten

Alle drei Konzernsparten trugen zu dem guten Resultat bei. Im Nichtleben-Geschäft stieg der Gewinn um 29% auf 2,3 Mrd. Franken. Die verdienten Prämien sanken um 8% auf 16 Mrd. Franken.

Der Schaden-Kosten-Satz blieb mit 98,4% stabil. Ein Wert unter 100 Prozent bedeutet, dass das Versicherungsgeschäft profitabel ist.

Im Lebengeschäft nahm das operative Ergebnis um 7% auf 1,3 Mrd. Franken zu. Das Prämienvolumen blieb mit 10,2 Mrd. Franken unverändert.

In der dritten Konzernsparte, der Financial Services Business Group, erhöhte sich der Betriebsgewinn um ein Viertel auf 695 Mio. Franken. Die verdienten Prämien nahmen um 5% auf 3,2 Mrd. Franken zu. Der Schaden-Kosten-Satz verbesserte sich weiter von 94,7 auf 92,9%.

Leichte Enttäuschung bei Analysten und Markt

Analysten hatten im Schnitt für den ganzen Konzern mit verdienten Prämien von 30,6 Mrd. Franken gerechnet, den Reingewinn aber nur bei 2,27 Mrd. Franken gesehen.

Die Swiss Re-Aktien Swiss Re sind am Donnerstag nach Bekanntgabe des Jahresabschlusses unter Druck geraten. Die Titel verloren in den ersten Handelsminuten 1,7%.

Händlern zufolge belasten Aussagen von Finanzchefin Ann Godbehere den Titel, wonach sich die Gerüchte um einen Aktienrückkauf nicht bewahrheiteten.

Noch profitabler

Swiss Re-Chef John Coomber erklärte, der Konzern sehe weiteres Gewinnwachstum in Asien und in der zunehmenden Verbriefung der Risiken. Swiss Re sei entschlossen, an den "angemessenen Preisen" festzuhalten. Die Gruppe rechne für 2005 mit einem weiteren Gewinnanstieg.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Swiss Re ist die Nummer 2 in der Welt der Rück-Versicherer nach der Münchner Rück.

Die Gruppe hat ihren Hauptsitz in Zürich.

Sie wurde 1863 gegründet.

Rund 8000 Menschen arbeiten für die in mehr als 30 Ländern aktive Swiss Re.

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