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Sydney 2000: Greco-Ringer Motzer im Kampf um Platz 3 chancenlos

Der Schweizer Greco-Ringer Beat Motzer verlor in der Klasse bis 63 kg den Kampf um die Bronzemedaille vorzeitig. Der 30-jährige aus Eichberg im St. Galler Rheintal erlitt nach nur 1:57 Minuten eine Schulterniederlage gegen den Georgier Akaki Chachua.

Dieser Inhalt wurde am 26. September 2000 - 08:07 publiziert

Weltmeister in diesem Limit wurde Warteres Samurgaschew (Russ), der den Final gegen Motzers Halbfinal-Bezwinger Juan-Luis Maren aus Kuba nach Verlängerung gewann.

Der verpassten Bronzemedaille wollte Motzer nicht lange nachtrauern. "Der vierte Olympia-Rang ist für mich persönlich ein noch schönerer Erfolg als der Gewinn meiner EM- Silbermedaille", bilanzierte der Automechaniker, der seit dem 1. Juni ausschliesslich für seinen Sport lebte.

Motzer büsste im Bronze-Kampf für seinen Übermut. Der Georgier nutzte eine missratene Angriffsaktion des Schweizers dankbar zu einem Konter-Festhaltegriff am Boden aus. Motzer konnte sich aus der Umklammerung nicht mehr lösen. Schliesslich wurde die Schulter des Schweizers von Chachua zu Boden gedrückt.


Chachua war nach 66 Sekunden mit einem Armzug mit 3:0 in Führung gegangen. Doch Motzer konterte umgehend und verkürzte mit einer gelungenen Boden-Aktion auf 2:3, ehe dem Georgier seinerseits die entscheidende Festhalte-Aktion gelang. "Ich wollte zu schnell weiter punkten und den Georgier mit Aufreissen und Durchdrücken auf die Matte befördern", erklärte Motzer.

Doch er habe dafür den Rumpf des Gegners zu wenig konsequent gehalten. Teamchef Gerhard Seebacher sah schliesslich keinen Ausweg mehr für seinen Schützling: "Er befand sich am Boden bereits im Haltegriff. Deshalb konnte Beat nicht mehr reagieren".

Damit wartet die Schweiz weiter auf den ersten Olympia-Medaillengewinn seit 1984, als Hugo Dietsche im gleichen Greco-Limit (damals noch bis 62 kg) in Los Angeles Bronze holte.

swissinfo und agenturen

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