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Varlin-Ausstellung in Emmen

Die Galerie Gersag in Emmen widmet dem Kunstmaler Varlin (Bild) zu dessen 100. Geburtstag eine Ausstellung. Werke aus Privatsammlungen und dem Nachlass, Dokumente und ein Film bieten einen Einblick in die eigenwillige Maler-Persönlichkeit Varlins.

Dieser Inhalt wurde am 11. März 2000 - 14:18 publiziert

Aus Anlass des 100. Geburtstages präsentiert die Galerie Gersag in Emmen vom 11.März bis 30. April Ausstellung des Kunstmalers Willy Leopold Guggenheim, alias Varlin. Die Leihgaben aus Privatsammlungen, Werke aus dem Nachlass, Dokumente und ein Film bieten einen Einblick in die eigenwillige Maler-Persönlichkeit Valins.

Varlin polarisierte und inspirierte. Für die einen war er ein Sonderfall und ein Sonderling, für die andern ein demaskierender Porträtist und malender Gesellschaftskritiker. In allen Bildern erweist er sich als Chronist, der nichts beschönigt und ausschmückt.

Lange wurde das Werk des Künstlers vernachlässigt und missverstanden. Erst in jüngster Zeit erkannte man darin einen bedeutenden Beitrag zur schweizerischen und europäischen Malerei des 20. Jahrhunderts.

Varlin wurde am 16. März 1900 geboren und wuchs in Zürich auf. Seine erste Museumsausstellung hatte er 1951 im Kunstmuseum Luzern. 1960 gewann er an der Biennale Venedig, wo er zusammen mit Otto Tschumi und Robert Müller die Schweiz vertrat, einen Preis der amerikanischen Guggenheim- Stiftung. 1967 erhielt Varlin den Zürcher Kunstpreis

An der Expo in Lausanne 1964 gestaltete Varlin zusammen mit Friedrich Kuhn den Pavillon "Moderne Schweiz". Seine beiden dort gezeigten grossformatigen Bilder "Heilsarmee" und "Völlerei" waren er in seinem Atelier am Neumarkt, das ihm die Stadt Zürich 1958 zur Verfügung gestellt hatte, entstanden. In diesem Atelier malte Varlin unzählige Porträts von Anwälten, Politikern und Schriftstellern wie Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Hugo Lötscher. Auch der französische Fotograf Henri Cartier-Bresson war Gast in Varlins Atelier.

Zu Zürich hatte Varlin stets ein gespaltenes Verhältnis. 1963 zog er denn auch mit seiner Frau Franca in deren Haus im Tessin, behielt jedoch seine Zürcher Wohnung bis zu seinem Tod 1977.

Die Ausstellung "Varlin" in der Galerie Gersag in Emmen ist vom 11. März bis zum 30. April 2000 zu sehen.
Öffnungszeiten: Mittwoch 13.30 bis 20 Uhr, Donnerstag bis Samstag 13.30 bis 17 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr; am Karfreitag und Ostersonntag bleibt die Ausstellung geschlossen.

swissinfo und Agenturen

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