Video gegen Vandalismus

Mit Kameras wird das Innere der Wagons regelmässig durchleuchtet. Keystone Archive

Seit rund einem Monat ist ein Lokalzug zwischen Lausanne und Genf mit Überwachungskameras ausgestattet. Die SBB wollen mit diesem Versuch Vandalismus und Unsicherheit in den Regionalzügen bekämpfen.

Dieser Inhalt wurde am 02. Juni 2001 - 18:32 publiziert

Die Linie Lausanne-Genf gehört zu den problematischsten der Schweiz. Die 24 Kameras sind in einer Zugskomposition eingebaut, die mehrmals täglich verkehrt. Die Kameras filmen in regelmässigen Intervallen das Innere der Waggons.

Bedrohte Passagiere können beim Lokführer Alarm auslösen, der auf einem Kontrollbildschirm den betroffenen Waggon orten und bei Bedarf die Polizei alarmieren kann. Die Kameraüberwachung erlaubt zudem eine spätere Visionierung, um die Urheber von Vandalenakten zu eruieren.

Die Visionierung der Bilder ist gemäss Gesetz aber der Polizei vorbehalten. Mit Klebern werden die Passagiere auf das Videosystem aufmerksam gemacht. Laut SBB-Sprecher Jean-Philippe Schmidt akzeptieren sie die Massnahme; insbesondere ältere Personen hätten positiv reagiert.

Das System hat aber auch abschreckende Wirkung. Bislang kam es zu keinen Verzeigungen. Die SBB setzt auf null Toleranz: jeder Vandalenakt soll verfolgt werden. Für Minderjährige werden deren Eltern verantwortlich gemacht.

Seit mehreren Jahren nehmen die Vandalenakte in Regionalzügen zu - und mit ihnen die Kosten der Instandstellung. Im Jahr 2000 gaben die SBB mehr als 5,5 Mio. Franken dafür aus.

swissinfo und Agenturen

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