Wallis: Rekordspenden und Rückkehr

Fassungslos und traurig sitzt ein Bewohner im zerstörten Dorf Baltschieder Keystone

Bei der Glückskette gingen am Freitag (20.10.) über 20 Mio. Franken für die Unwetteropfer ein - ein Rekord. Der Kantonsgeologe hat unterdessen eine teilweise Rückkehr erlaubt. In Gondo wurde eine weitere Leiche geborgen.

Dieser Inhalt wurde am 20. Oktober 2000 - 09:37 publiziert

Der nationale Glückskette-Sammeltag für die Betroffenen des Unwetters im Wallis, Tessin und Aostatal hat am Freitag (20.10.) Spenden in Rekordhöhe gesammelt. Über die Gratis-Telefonnummer und das Internet wurden Spenden in der Höhe von über 20 Mio. Franken gesammelt. Dies erklärte der sichtlich zufriedene Glückskette-Pressesprecher Roland Jeanneret im Nachrichtenmagazin 10 vor 10 des Schweizer Fernsehens.

Firmen, Gemeinden, Stiftungen, Privatpersonen bis hin zu Kindern solidarisierten sich mit grossen und kleinen Beiträgen zu Gunsten der Betroffenen in den Unwettergebieten. Erstmals beteiligten sich auch zwölf Privatradios am nationalen Spendetag der Glückskette.

Wallis: Rückkehr teilweise möglich

Nach eingehenden Analysen gab der Kantonsgeologe Jean-Daniel Rouiller am Freitagabend (20.10.) grünes Licht für die Rückkehr der Menschen aus Gondo und Baltschieder. Sie könnten in ihre Häuser zurückkehren, sofern diese nicht zerstört sind. Es ist jetzt an den Verantwortlichen der Gemeinde, über die Rückkehr zu entscheiden.

Rettungsmannschaften haben in den Trümmern ein weiteres Todesopfer geborgen. Damit erhöht sich die Zahl der Toten in Gondo auf zehn, vermisst werden noch drei Personen.

Schule gefunden - Tessin entspannt

Eine Lösung wurde für die Schulkinder aus Gondo gefunden: Bis Ende Jahr werden sie in Brig und Simplon-Dorf zur Schule gehen. In einer Gesamtschulklasse in Brig wird sie ihr eigener Lehrer unterrichten. Zum Schulbeginn am nächsten Montag wird auch ein Psychologe da sein.

Im Tessin ging derweil der Wasserstand des Langensees weiter zurück. Noch immer sind 150 Zivilschützer im Einsatz. Die 1'400 Evakuierten können voraussichtlich am Sonntag in ihre Wohnungen zurückkehren.

swissinfo und Agenturen

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