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Wettbewerb um drei neue GSM-Frequenzen

Neue Natel-Frequenzen: Mehr Wettbewerb und tiefere Preise erwartet.

(Keystone)

Sieben Unternehmen bewerben sich um eine der drei neuen Konzessionen für zusätzliche Mobilfunk-Frequenzen (GSM).

Die Eidgenössische Kommunikations-Kommission (ComCom) entscheidet bis Ende Jahr, wer den Zuschlag erhält.

Die Bewerbungen für eine Konzession mussten bis Ende September bei der ComCom eingereicht werden. Die sieben Bewerber sind laut dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) die Unternehmen Global Networks Switzerland AG, In&Phone SA, SITA, Swissphone Systems AG, Télésonique SA, Tele2 und Technocell AG.

Projekte werden geprüft

Nach BAKOM-Angaben reichten die sieben Mitbewerber ganz unterschiedliche Projekte ein: Stadtnetze etwa für Basel, Firmennetze für Geschäftskunden, Erschliessung von Nischenmärkten, landesweite Dienste auf Roaming-Basis mit bestehenden Anbietern und Lösungen für das mobile Telefonieren in Flugzeugen.

In einer ersten Phase werde nun geprüft, ob die Bewerber den gesetzlichen Auflagen entsprechen und die Projekte auch finanzieren können. Sind diese Kriterien erfüllt, werden Business- und Serviceplan, Konzept und Umsetzung, Marktbeeinflussung, Innovation sowie Kohärenz und Glaubwürdigkeit beurteilt.

Handy-Markt beleben

Die schwedische Firma Tele2 will laut eigenen Angaben mit bestehenden Anbietern auf Roaming-Basis einen landesweiten Dienst anbieten. Nach Aussagen von Roman Schwarz, Schweizer Geschäftsführer von Tele2, will das Unternehmen ab 2004 mit Kampfpreisen den Schweizer Mobilfunk-Markt erobern.

"Wir werden sicher billiger sein als die drei bisherigen Mobilfunk-Anbieter Swisscom, Orange und Sunrise", so Schwarz gegenüber dem Gratisblatt "20 minuten". Tele2 rechnet damit, "innert vier bis fünf Jahren einen Marktanteil von 15% zu erreichen".

Die in Genf ansässige SITA ihrerseits will Netzwerk- und IT-Applikationen für Airlines und Flughäfen anbieten.

Zu wenig Wettbewerb

Das BAKOM hatte die drei Konzessionen für Mobiltelefonie auf GSM-Basis am 15. Juli ausgeschrieben. Die bestehenden Mobilfunk-Anbieter Swisscom, Sunrise und Orange waren ausgeschlossen.

Ziel sei die Belebung des Mobilfunk-Marktes, hiess es im BAKOM. Deshalb könnten bestehende Anbieter keine weitere Lizenz kaufen. Nach Ansicht der Behörde hat der Wettbewerb in letzter Zeit zu wenig gespielt.

Die ausgeschlossene Swisscom hat die Vorwürfe des BAKOM zurückgewiesen. Der Wettbewerb spiele sehr wohl, hiess es.

Preise ins Rollen bringen

Der unabhängige Internet-Tarifvergleicher comparis.ch begrüsst den Eintritt zusätzlicher Anbieter. Mehr Wettbewerb im Mobilfunkmarkt dürfte die Preise ins Rollen bringen.

"Mehr Wettbewerb ist dringend notwendig, denn seit Herbst 2000 sind die Gesprächstarife weitegehend unverändert", erklärte Ralf Beyeler, Telekom-Spezialist bei comparis.ch. "Die Konsumenten können sich auf 10 bis 30 Prozent günstigere Gesprächstarife freuen."

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die 7 Bewerber:

Global Networks Switzerland AG, In&Phone SA, SITA, Swissphone Systems AG, Télésonique SA, Tele2 und Technocell AG

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In Kürze

Insgesamt sieben Bewerber streiten sich um drei vom Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) ausgeschriebene zusätzliche Mobilfunk-Konzessionen. Wer den Zuschlag erhält, will die Eidgenössische Kommunikations-Kommission (ComCcom) bis Ende Jahr entscheiden.

Das BAKOM hatte im Juli insgesamt drei Funkkonzessionen für die Bereitstellung von mobilen Fernmeldediensten auf der Basis des GSM-Standards in der Schweiz ausgeschrieben. Die bisherigen Anbieter waren vom Wettbewerb ausgeschlossen.

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