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Filmfestival verbreitet Angst und Schrecken




Ein Filmfestival, das mit dem Remake von "Dawn of the Dead" von George Romero eröffnet, sorgt garantiert für Hochspannung und Gänsehaut.

Das diesjährige Internationale Festival des Fantastischen Films Neuenburg zeigt über 70 Horror-, Science-Fiction- und Fantasy-Filme aus aller Welt.

"Wir eröffnen gerne mit einem Schocker, denn die erste Vorführung ist immer voll von Offiziellen und Politikern, die wir gerne ein wenig aufrütteln", sagt Festival-Direktor Olivier Müller gegenüber swissinfo.

Im internationalen Wettbewerb sind Mainstream-Thriller zu finden wie "Code 46" des Briten Michael Winterbottom mit Tim Robbins und Samantha Morton oder "The Machinist" mit Jennifer Jason Leigh.

Kleines Budget auf grosser Leinwand

Doch anderswo – beispielsweise im Bereich "Länder des Südens" – zeigt das Festival auch Filme mit kleinem Budget, die es selten ins Ausland schaffen. So etwa Produktionen aus Indien, Pakistan, Japan, Südkorea, Mexiko, Nigeria und Ghana.

"In Ghana und Nigeria ist ein regelrechter Boom für Low-Budget-Produktionen auf Video festzustellen, sei es im Bereich Horror, romantische Komödie, Musical und so weiter. Die Leute kaufen diese Kassetten zu Hunderten", so Müller.

"Was wir mit dieser Retrospektive aufzeigen wollen, ist die Art Kino, welche die Menschen in diesen Ländern sehen und kaufen."

Zu den Höhepunkten in diesem Bereich zählen laut Müller auch zwei Südkoreanische Schocker: "The Housemaid" und "The Evil Stairs".

Filme aus Fernost

In westlichen Filmerkreisen und im Publikum werden diese Filme aus Fernost immer beliebter. So wurden etwa die letzten beiden Produktionen des Japaners Hideo Nakata ("The Ring" und "Dark Water") von Hollywood adaptiert.

Das Internationale Festival des Fantastischen Films Neuenburg (NIFFF) zeigt andere Filme, die auf ähnliche Art und Weise für Furore gesorgt haben. Im Bereich "Neues Kino aus Asien" werden der Hong-Kong-Knüller "Infernal Affairs" und der japanische Schwertkampf-Kinohit "Azumi" gezeigt.

"Wir haben auch ungewöhnliche Filme aus der Urzeit des chinesischen Kinos", betont Müller. "Zwei Filme aus den 20er-Jahren und einen aus den 40ern, bevor China kommunistisch wurde. Es sind wundervoll detaillierte Animationsfilme mit Puppen."

B-Filme als Wegbereiter

Präsident der internationalen Jury ist der "König der B-Filme", Roger Corman, der berühmt wurde mit Filmen wie "Attack of the Crab Monsters" (1957), "A Bucket of Blood" (1959) und "The Creature from the Haunted Sea" (1961).

Corman ist auch der Entdecker von heutigen Regiestars wie Martin Scorsese, Francis Ford Coppola oder Jonathan Demme.

"Ein Coup für das Festival", ist Müller überzeugt. "Es ist sehr cool für uns, denn wir zeigen die B-Filme der heutigen Tage, und Corman gilt als einer der Erfinder dieses Genres."

Die internationale Jury wird schliesslich den "HR Giger"-Preis, den so genannten "Narcisse", für den besten Film vergeben. Mit dem "Méliès d'Argent" wird der beste europäische Film der Selektion prämiert. Insgesamt werden in sechs Sektionen Preise vergeben.

Ehrengast des Festivals ist der Effekt-Spezialist Phil Tippet (z.B. in "Star Wars"), der für "Jurassic Park" mit einem Oskar ausgezeichnet wurde.

swissinfo, Adam Beaumont
(Übertragen aus dem Englischen: Christian Raaflaub)

Fakten

Das sechstägige Festival dauert vom 29. Juni bis zum 4. Juli.
Das NIFFF ist Mitglied der europäischen Vereinigung der fantastischen Film-Festivals.



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