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Swiss abroad

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Fahren Sie gerne Ski? Dieses Jahr wird auch auf den Pisten alles anders. Italien zum Beispiel fordert wegen Corona die Schliessung von Schweizer Skigebieten. Was halten Sie davon?

Herzliche Grüsse aus Bern

Dieser Inhalt wurde am 25. November 2020 - 17:00 publiziert
Keystone / Gian Ehrenzeller

Italien will, dass im Corona-Winter auch die Schweiz ihre Skigebiete schliesst.

Stellen Sie sich vor, es ist Skisaison, und keiner geht hin. Dieses touristische Schreckensszenario malt derzeit Italien an die Wand. Wegen der Coronavirus-Krise fordert unser südliches Nachbarland: Skiferien sollen diesen Winter in ganz Europa verboten werden.

Zumindest bis Ende Januar sollen die Skipisten gesperrt bleiben, schreibt heute der Blick. Denn Italien befürchtet eine dritte Welle, die nach Weihnachten anrollen könnte. Dabei könnte der Skisport eine Vervielfachung der Ansteckungen bewirken. So wie etwa im Frühling im österreichischen Ischgl geschehen.

In der Schweiz allerdings dürfte Italien auf Granit beissen, schätzt der Blick. Tourismusminister Guy Parmelin und Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga setzen sich persönlich für Ferien in der Schweiz ein. Könnte es also möglicherweise zur absurden Situation kommen, dass schliesslich halb Europa in der Schweiz Skiferien machen will?

Keystone / Yoan Valat

Der islamistische Terror hat die Schweiz erreicht. In Europa findet eine Debatte statt, wie Islamismus bekämpft werden kann. Die vorgeschlagenen Massnahmen wiederum verärgern islamische Länder.

Im September der tödliche Anschlag in Morges. Gestern der Anschlag in Lugano mit Verletzten. Solche Straftaten, mutmasslich aus islamistischen Motiven, finden jetzt auch in der Schweiz statt. Nachdem die erneute Publikation von Mohammed-Karikaturen zu Protesten in islamischen Ländern geführt hat, läuft derzeit eine Debatte zwischen dem Westen und der islamischen Welt: Endet die Meinungsfreiheit bei religiösen Gefühlen, wie islamische Länder argumentieren?

Meine Kollegin May Elmahdi von der arabischsprachigen Redaktion stellte diese Frage einigen Experten. Sie sind sich mehr oder weniger einig, dass der Westen dabei keine Kompromisse eingehen solle. Die Meinungsfreiheit gehöre zu den zentralen Werten einer aufgeklärten Gesellschaft. Allerdings müsse diese nicht immer in der maximalen Provokation geäussert werden, gibt ein Experte zu bedenken.

Und schliesslich stehe in der ganzen Debatte nicht der Islam am Pranger, sondern der Islamismus, sagt die Autorin und Privatdozentin Elham Manea: Es gehe nicht um "wir Muslime gegen den Westen, sondern wir Muslime und nicht-Muslime gegen den Islamismus".

Keystone / Rodrigo Abd

CO2 kompensieren: Die Schweiz glaubt, jetzt die ideale Lösung gefunden zu haben.

Ein Abkommen mit Peru. Davon verspricht sich die Schweiz, dass die Kompensation von Emissionen den internationalen Standards entspricht. Konkret geht es darum, dass die Schweiz in Umweltprojekte in Peru investieren wird, die ihrem eigenen CO2-Budget zugutekommen. Schliesslich will Bern seine Treibhausgas-Emissionen bis 2030 gegenüber dem Stand von 1990 halbieren.

Für die Schweiz sei es von Interesse, dass dieses Abkommen "als Vorbild für andere Länder dienen kann", sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Wichtig sei etwa, dass Projekte zur Kompensation von Emissionen eine nachhaltige Entwicklung unterstützen und das zahlende Land dazu ermutigen müssten, seine Klimaambitionen zu erhöhen.

Doch nicht alle sehen in dem bilateralen Vertrag die ideale Lösung für die Klimakrise. Einige Kritiker meinen, das sei nichts anderes als eine Auslagerung der Probleme reicher Nationen in ärmere Länder. Und auch in Peru scheinen nicht alle glücklich über das als "Pioniermodell" bezeichnete Abkommen zu sein.

© Keystone / Georgios Kefalas

Ein Tag im November 2018 lässt Basel nicht mehr los.

Für die Polizei war es nicht einfach: Mehrere Demonstrationen und zwei Gegendemonstrationen fanden an jenem 24. November 2018 in der Stadt Basel statt. "Ein Tag wie ein Pulverfass", schreiben die Republik und Bajour in ihrer umfangreichen Recherche.

Sie fragen: "Hat das Vorgehen der Polizei überhaupt erst dazu geführt, dass die Anti-Nazi-Demonstration vor zwei Jahren eskalierte?" Nachdem die Polizei zwischen die beiden Gruppen gestanden war, konnte sie diese einigermassen trennen. Doch dann kam es zur Eskalation: Über eine Minute lang feuerte die Polizei Gummischrot in die Menschenkette. "Diese Eskalation wäre nicht nötig gewesen", heisst es schliesslich im Polizeirapport.

Im September nun kam es zu einem Gerichtsurteil gegen eine Demonstrantin. Sie soll für acht Monate ins Gefängnis. Unbedingt. Die Strafe wurde ihr einzig darum aufgebrummt, weil sie "anwesend war und sich nicht aus der Menge entfernt hat, als die Polizei sie dazu aufforderte", so die Journalisten, die fragen: "Was ist los in Basel?"

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