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Coronavirus: die Zahlen in der Schweiz

Denis Balibouse/Keystone

Wir präsentieren hier die wichtigsten Zahlen zum Verlauf der Pandemie in der Schweiz. Die Grafiken werden automatisiert aktuell gehalten.

Dieser Inhalt wurde am 14. April 2021 - 16:20 publiziert
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Wie schnell breitet sich das Coronavirus in der Schweiz aus? Wir veröffentlichen auf dieser Seite eine Reihe von Grafiken, die konstant aktualisiert werden, sobald es neue Daten gibt. Dies ist nur Montags bis Freitags jeweils einmal täglich der Fall. Die Quellen und die Methodik hinter den Grafiken finden Sie am Ende des Artikels.

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Zur aktuellen Lage in der Schweiz

Um die aktuelle Lage in der Schweiz einschätzen zu können, lassen sich verschiedene Datenpunkte heranziehen. Oft werden dafür die täglich gemeldeten Neuinfektionen zitiert. Auf den Tag herunter gebrochen sind sie aber wenig aussagekräftig, da sie starken Schwankungen unterworfen sind. Wir empfehlen deshalb, den Fokus nicht auf die einzelnen Tage, sondern die generelle Entwicklung zu richten.

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Damit die Neuinfektionen Aussagekraft haben und die Lage richtig eingeschätzt werden kann, braucht es genügend Tests. Die verfügbaren Daten zu den Tests zeigen: Die Test-Regimes der kantonalen Behörden sind ebenfalls Schwankungen unterworfen.

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Ein weiterer wichtiger Hinweis war bis anhin der Anteil der positiven Tests an allen durchgeführten Tests, die sogenannte Positivrate. Diese gab einen Hinweis darauf, ob die gemeldeten Neuinfektionen ein gutes Abbild der Lage abgab. War der WHO-Grenzwert von 5% nicht überschritten, konnte man davon ausgehen, dass ein Grossteil der Fälle erkannt wurden. Doch mit einer Zunahme an anderen Test-Strategien wie dem Einsatz von Schnell-, Spuck- und Massentests wird die Positivrate beeinflusst – und verliert damit an Bedeutung. Deshalb hat etwa der Bundesrat entschieden, die Positivrate nicht mehr als Richtwert für Massnahmen zu verwenden. Wir zeigen sie aber weiterhin, weil sie trotz allem ein Indiz ist, wie breit zurzeit getestet wird.

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Wer steckt sich zurzeit an? Diese Frage ist wichtig, da die Altersstruktur der aktuell Infizierten einen Hinweis darauf geben kann, was auf die Spitäler zukommt. Als Faustregel gilt: Je jünger die Infizierten, desto milder die Verläufe der Krankheit. Das war auch mit der Grund, warum im Spätsommer zwar die Fallzahlen stiegen, die Spitalbetten aber leer blieben. Inzwischen infizieren sich aber auch wieder Menschen aus vulnerableren Altersgruppen. Folgende Grafik zeigt den Anteil, den die verschiedenen Altersgruppen an den neu gemeldeten Fällen ausmachen.

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Wenn die Neuansteckungen von älteren Altersgruppen zunehmen, sollten rund zwei bis drei Wochen später auch die Belegung der Spitalbetten mit Covid-19-Fällen zunehmen. 

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Ein guter Kennwert für das Ende einer Welle ist die Abnahme von täglich gemeldeten Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19. Weil das BAG hier eine engere Definition führt als gewisse Kantone, werden hier die Zahlen der Kantone verwendet. Gemäss mehrern Kantonsärzten bilden diese die aktuelle Lage besser ab.

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Die Lage weltweit

Es ist ein Wettrennen gegen die Zeit. Welche Länder können ihrer Bevölkerung eine Covid-19-Impfung organisieren und so eine schnelle Eindämmung der Pandemie, einen Schutz der Risikogruppen und eine Rückkehr in die Normalität ermöglichen? Mitte Dezember 2020 wurden in ersten Ländern Impfdosen verabreicht, doch bis zwischen 50 und 75 Prozent der Bevölkerung geimpft sind und damit gemäss verschiedener Studien eine sogenannte Herdenimmunität erreicht ist, kann es je nach Land noch Monate oder gar Jahre gehen. Unsere regelmässig aktualisierte Tabelle zeigt, wie viele Impfdosen pro 100 Einwohner ein Land bereits verabreicht hat. Bei den meisten Impfstoffen braucht es zwei Impfdosen im Abstand von mind. drei Wochen, um einen lang anhaltenden Schutz zu gewährleisten. Wie viele diesen bereits haben, zeigt der prozentuale Anteil der vollständig geimpften Bevölkerung.

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Quellen und Methoden

In der Schweiz gibt es unterschiedliche Datenquellen zum Ausbruch und zur Verbreitung des Coronavirus. Primär erhoben werden die Daten von den Kantonen, zusätzlich werden sie vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) täglich einmal weiterveröffentlicht. Gerade bei den verstorbenen Personen veröffentlicht das BAG teilweise Zahlen, die ein paar Tage Verspätung auf die Kantone haben.

Bis am 8. Juli veröffentlichte SWI swissinfo.ch hier nur Zahlen, die direkt von den Kantonen stammen. Dafür wird eine Schnittstelle des Statistischen Amts des Kantons ZürichExterner Link genutzt. Diese genügt hohen Standards bezüglich Datenqualität und Verfügbareit. Seit dem 9. Juli wird für die Anzahl bestätigter Fälle wieder das BAG als Quelle verwendet, da einige Kantone die Zahlen nicht mehr regelmässig öffentlich publizieren. Der Konsistenz halber werden seit dem 23. Dezember auch für die Zahlen der Verstorbenen und seit dem 29. Dezember der Hospitalisierungen die Daten des BAG verwendet.

Die Zahl der Genesenen ist eine Schätzung, die auf einer Formel der NZZExterner Link basiert. Diese stützt sich wiederum auf verschiedene Modelle von Forschern und Behörden. Da es sich um eine Schätzung handelt, wird die Zahl gerundet.

Für den internationalen Vergleich der Fälle verwenden wir Daten der Johns-Hopkins-Universität, ausser dort, wo Zahlen der Schweiz abgebildet sind. Der Konsistenz halber werden hier ebenfalls die Daten des BAG verwendet. Die Daten der Impfungen werden von der wissenschaftlichen Online-Publikation Our World in DataExterner Link aggregiert und täglich aktualisiert.

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(Technische Bearbeitung: Jonas Glatthard)

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