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BSE: Risiko-Organe von Schafen und Ziegen

Schaf- und Ziegenhirne müssen neu verbrannt werden.

(swissinfo.ch)

Im Kampf gegen BSE weitet der Bund die Vorsichts-Massnahmen aus: Neu müssen auch Risiko-Organe von Schafen und Ziegen vernichtet werden. Auch zwei Schlachtarten werden verboten.

Das Entfernen und Entsorgen von so genannten Risiko-Organen wie Milz und Rückenmark ist bei der Schlachtung von Rindern seit zehn Jahren Vorschrift. Diese Massnahmen sollen nun auf Ziegen und Schafe ausgeweitet werden, wie Heinz K. Müller, Sprecher des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) einen Bericht von Radio DRS bestätigte.

Grund für die neue Verordnung ist eine BSE-ähnliche Krankheit bei Schafen und Ziegen, die so genannte Traberkrankheit. Diese wird ebenfalls durch Prionen ausgelöst. Sie ist für den Menschen ungefährlich, aber praktisch nicht von BSE zu unterscheiden.

EU-Kompatibilität gefordert

Laut BVET-Sprecher Müller folgt die Schweiz mit dieser Massnahme der EU, die seit letzten Herbst diese Vorschrift anwendet. Es handle sich um einen autonomen Nachvollzug, um bei der BSE-Bekämpfung mit der EU kompatibel zu bleiben. Es bestünden keine konkreten Sicherheitsbedenken, betonte Müller.

Schlacht-Praktiken absetzen

Als weitere Punkte im Zusammenhang mit BSE will das BVET zwei Tötungsarten bei der Schlachtung von Tieren verbieten: Das so genannte "Rütteln" und die pneumatische Betäubung.

Beim Rütteln wird mit einem Haken durch das Einschussloch im Kopf das Gehirn zerstört. Bei der pneumatischen Betäubung wird mit einem Bolzen ein Loch in den Schädel des Tieres geschlagen, durch welches dann das Gehirn mit einem Stab zerstört wird.

Bei Anwendung des Bolzenschuss-Apparates können Bakterien vom Bolzen bis in die Rindermilz gelangen, beim Einsatz des Hakens zur Hirnzerstörung wurden sie auch im Muskelfleisch gefunden.

Revisionspaket bald beim Bundesrat

Die Änderungen der Tierseuchen-Verordnung sollen dem Bundesrat in den nächsten Wochen unterbreitet werden.

swissinfo und Agenturen


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