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Mobilisierung für das Nationalgestüt

Rund 60'000 Personen haben am Wochenende den Marché-Concours in Saignelégier besucht. Am traditionellen Pferdefest in den Jura-Freibergen wurde auch für den Erhalt des Schweizerischen Nationalgestüts geworben, das von Sparmassnahmen bedroht ist.

Aussenministerin Micheline Calmy-Rey rief dazu auf, Lösungen vorzuschlagen. "Wir werden sie anhören und analysieren", versprach sie.

In der Westschweiz hat der Entscheid des Bundesrates, im Rahmen des Sparprogramms 2011-2013 den Beitrag ans Nationalgestüt im waadtländischen Avenches zu streichen, Empörung ausgelöst. Das Parlament wird darüber entscheiden.

Der Jura werde für das Gestüt kämpfen, kündigte der jurassische Regierungspräsident Charles Juillard an. Die Absicht des Bundesrates werde als verletzend und deplatziert empfunden.

Die Folgen einer Schliessung des Gestüts für die einzige einheimische Pferderasse seien vergessen worden, sagte der Waadtländer Staatsrat Pascal Broulis.

Die Pferdezüchter überreichten Micheline Calmy-Rey einen offenen Brief und forderten sie so auf, dazu beizutragen, dass die Landesregierung auf ihren Entscheid zurückkommt. Eine Privatisierung des Gestüts sei keine Lösung.

Für die Züchter und Züchterinnen bietet der Marché-Concours von Freiberger-Pferden Gelegenheit, ihre Erfolge zu präsentieren. Im Zentrum stehen jeweils die Pferderennen, von denen mehrere den Freibergern vorbehalten sind.

swissinfo.ch und Agenturen


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