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Türchen Nummer 2: Kanton Zug

Foto- und Videokünstlerin Annelies Štrba. Thomas Wistener

Der 2. Dezember führt uns in den Kanton Zug, wo wir eine Künstlerin entdecken, die sich auf das Märchenhafte versteht.

Dieser Inhalt wurde am 02. Dezember 2020 - 00:00 publiziert

Annelies Štrba begann im Alter von fünfzehn Jahren mit Fotografieren, und sie wird wohl nie mehr damit aufhören. Es ist für sie ganz natürlich, dass sie sich diesem Bereich zuwendet. Jeden Tag fotografiert sie ihr Leben, vor allem ihre drei Kinder und die Orte, die ihr am Herzen liegen. 

Öffentliche Aufmerksamkeit erregte Annelies ŠtrbaExterner Link erstmals 1990 mit einer Ausstellung in der Kunsthalle in Zürich. Dort präsentierte sie Fotografien, die auf grossformatige Leinwände entwickelt wurden. "Zeitlose, dichte Umgebungsbilder", wie die NZZ damals schrieb, "die zugleich traumhaft und geheimnisvoll märchenhaft sind, aber auch eine leise Ironie offenbaren. Die Fotografien, die sich durch ihre Unschärfe und Körnung auszeichnen, weisen in ihrer technischen Unvollkommenheit eine Bildqualität im besten Sinne des Wortes auf".

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Im Anschluss an diese vielbeachtete Ausstellung unternahm die 1947 in Zug geborene Künstlerin mehrere für ihr Werk wichtige Reisen nach Ostdeutschland, Polen und Japan. Die Brontë-Schwestern (englische Romanschriftstellerinnen und Dichterinnen des 19. Jahrhunderts) sind für sie eine weitere Inspirationsquelle, insbesondere Emilys Roman "Wuthering Heights". 1997 drehte Annelies Štrba ihre erste Videoarbeit, "Max", der mehrere Kurzfilme folgten. Um die Jahrtausendwende realisierte sie mehr und mehr Videoarbeiten, denen eine extreme Verlangsamung des Bilderflusses jene meditative Atmosphäre verleiht, die in ihren Fotografien bereits latent vorhanden war.

Immer wieder taucht in ihrem Werk das Motiv des schlafenden Mädchens oder der schlafenden Frau auf, das seit der letzten Jahrhundertwende wieder an Bedeutung gewonnen hat.

(Quelle: SIKARTExterner Link)


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