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"Giron" der Broye Die Welt der Landjugend

Landjugend-Vereine im Kanton Waadt kennen keine Krise, im Gegenteil: Die Veranstaltungen, die sie organisieren, ziehen Jahr für Jahr mehr Leute an. An einem Wochenende im Juli hat swissinfo.ch seine Kamera auf Cremin gerichtet, ein kleines Waadtländer Dorf, wo über 30'000 dem traditionellen "Giron de la Broye" beiwohnten.

Die Jugendfeste, die so genannten "Girons", bilden für die Mitglieder der Landjugend den Höhepunkt des Jahres. Diese Fest- und Sport-Anlässe, die fünf Tage dauern, werden jeden Sommer von einem Dorfverein durchgeführt, der von den anderen Jugendverbänden in der Gegend an einer Regionalversammlung gewählt wird.

Der Waadtländer Landjugend-Verband (FVJC) hat den Kanton in vier regionale Bezirke (Girons) unterteilt: die Broye, das Zentrum, den Norden sowie den Jura-Südfuss. Im Sommer finden im Kanton vier grosse "Girons" statt.

Am Jugendfest werden verschiedene Sportarten ausgetragen: Pétanque, Volleyball, Fussball, Leichtathletik, Crosslauf, Seilziehen und Schwingen. Am Sonntag findet ein offizieller Akt statt, gefolgt von einem Umzug in jenem Dorf, das die Veranstaltung organisiert. Der Festplatz ist jeweils mit einem Unterstand, mehreren Bars und einer Kneipe für die "Alten" ausgestattet. Die Mitglieder der Jugendvereine schlafen in der Regel in Wohnwagen, Anhängern oder alten Postautos, die mit den Bezeichnungen und Symbolen des jeweiligen Vereins geschmückt sind.

An die Stelle der "Girons" tritt alle fünf Jahre eine "Cantonale" (Kantonalfest), ein drei Wochen dauerndes Fest, zu dem die Landjugendverbände der verschiedenen Regionen zusammenkommen. Während des Jahres werden weitere Veranstaltungen und Happenings (Lotto, 1. August, Neujahr, Schützenfeste, Rallyes, Skilager…) von den Vereinen organisiert, die auch im Dorfleben eine wichtige Rolle spielen.

swissinfo.ch hat sich an den Giron der Broye begeben (15.-20. Juli 2015), wo sich junge Männer und Frauen mit Leib und Seele dafür einsetzten, dass diese ländliche Tradition weiterlebt.

(Fotos: Christoph Balsiger und Samuel Jaberg, swissinfo.ch)