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Gut gezielt Knabenschiessen: Wer hat den besten Schuss von Zürich?

Jeden September messen sich Zürcher Teenagerinnen und Teenager im Schiessen. Der Wettbewerb geht zurück auf das 16. Jahrhundert.

Während Jahrhunderten war das Zürcher Knabenschiessenexterner Link genau das, was sein Name sagt: Ein Tummelplatz für Knaben, die einen Schiesskurs zu Verteidigungszwecken abgeschlossen hatten und nun ihre Schiesskünste beweisen konnten. Erst 1991 – zum 700-Jahr-Jubiläum der Eidgenossenschaft – wurden auch Mädchen zum Wettschiessen zugelassen.

Heute wird der Schützenkönig oder die Schützenkönigin unter allen Schützen und Schützinnen zwischen 13 und 17 Jahren ausgemacht, die im Kanton Zürich leben, dort studieren oder eine Lehre machen.

Der Schiesswettbewerb wird von einem dreitägigen Fest umrahmt (jeweils Samstag bis Montag), mit Essens- und Marktständen, Livemusik und einem Rummelplatz. Der Montag ist in der Stadt Zürich ein lokaler Feiertag.

Trotz der heutigen Beliebtheit des Festes fand das Knabenschiessen im Lauf der Jahrhunderte nicht jedes Jahr statt. In Zeiten von Kriegen oder wirtschaftlicher Schwierigkeiten wurde es hin und wieder abgesagt.

Über die Jahre übten auch viele Kritik an der Veranstaltung: 1990 wollten einige das Schiessen aus dem Festival verbannen. 1992 sagte das Zürcher Stimmvolk knapp Nein zu diesem Vorschlag.

In diesem Jahr nahmen 4300 Mädchen und Buben teil. 13 kamen in den Final, den der 14-jährige Niel Geiger schliesslich für sich entscheiden konnte. Er gewann damit den Hauptpreis von 5000 Franken. Zudem erhielten er und jene auf den weiteren Spitzenplätzen einen Flug in einem Super-Puma-Helikopter der Schweizer Armee geschenkt.

Bilder: Keystone, RDB; Text: Susan Misicka, swissinfo.ch