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Prix de Lausanne 2014 "Mein Traum: die Royal Ballet School in London"

24. Januar, 22 Uhr, Kana Arai und Natsuka Abe, beide 16-jährig, treffen in Begleitung von Miwa Hormoto, Direktorin der Acri-Horimoto Ballet Academy, in Lausanne ein. "Ich bin nicht müde, eher aufgeregt", sagt Kana trotz der 18-stündigen Reise. Eine Fotoreportage von swissinfo.ch.

Dieses Jahr nehmen 71 Tänzer am Prix de Lausanne teil, darunter 21 aus Japan. Seit mehreren Jahren werden Letztere immer zahlreicher. "Das liegt daran, dass es in Japan viele Ballettschulen auf hohem Niveau, aber keine Tanz-Vomanien gibt, bei welchen, wie in der Schweiz, die Tänzerinnen bezahlt werden. Die Japaner müssen ihr Land verlassen, wenn sie Profis werden wollen, der Prix von Lausanne ist der beste Weg, dorthin zu kommen", sagt Miwa, die in ihrer Jugend am Theater von Basel gearbeitet hat. Sie führt ihre Schüler seit 10 Jahren an den Prix de Lausanne, mit grösstem Stolz.

Natsuka, deren Mutter und Grossmutter klassisches Ballett machten, hat mit drei Jahren "ganz natürlich" damit begonnen und später beschlossen, das Tanzen zu ihrem Beruf zu machen. "Mein Traum ist es, an die Royal Ballet School von London zu gehen."

Für den Prix de Lausanne hat Kana einen klassischen und einen zeitgemässen Tanz, "die Frühlingsweihe", eingeübt, bei dem sie sich in ein Tier verwandelt. "Ich versuche mir vorzustellen, was jemand fühlt, im Moment, in dem er getötet wird: die Angst und Qual", sagt sie. Kanas Ziel ist die die Royal Winnipeg Ballet School in Kanada. "Ich weiss, dass es schwierig sein wird für mich, nach Japan zurückzukehren, wenn ich Profi werde, aber genau dies will ich tun, ich habe mich damit abgefunden."

"Der Prix de Lausanne ist eine der besten Gelegenheiten, um einem guten Ballettdirektor zu begegnen", sagt Miwako. Natsuka und Kana hören ihrer Lehrerin aufmerksam zu. Im Moment zählt für sie aber nur der Wettbewerb, der in zwei Tagen beginnt.

(Fotos: Thomas Kern, swissinfo.ch; Text: Kuniko Satonobu, swissinfo.ch)

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