Pro Juventute kämpft ums Überleben

Die traditionsreiche Stiftung zugunsten sozial benachteiligter Kinder schreibt jährlich ein Defizit von rund fünf Millionen Franken. Die Organisation will in den nächsten zwei Jahren 20 Vollzeitstellen abbauen.

Dieser Inhalt wurde am 18. April 2009 - 16:06 publiziert

Einschneidenden Massnahmen seien nötig, um den Fortbestand der Pro Juventute zu sichern und finanziell zu gesunden, sagten Vertreter der Geschäftsführung am Samstag vor den Medien.

Zur desolaten Lage hätten sinkende Spendengelder, ein ungenügend vermarktetes und kaum bekanntes Dienstleistungsangebot und komplizierte Strukturen geführt. Ebenfalls mangelhaftes Ausschöpfen des Potenzials bei der Mittelbeschaffung.

Im Rahmen einer Neuausrichtung wollen die Verantwortlichen die traditionsreiche Organisation zu einer zeitgemässe Kinder- und Jugendorganisation mit Netzwerk-Charakter umbauen.

Um die Kosten zu senken, wird unter anderem am Hauptsitz in Zürich die Zahl der Vollzeitstellen von 70 auf 50 reduziert. So sollen jährlich rund zwei Millionen Franken eingespart werden. Erste Mitarbeitende haben die Kündigung bereits erhalten.

Die Stiftung will ihre Tätigkeiten auf die drei Kernbereiche "Bildung und Beruf", "Medien und Konsum" sowie "Freizeit und Gesundheit" konzentrieren.

swissinfo und Agenturen

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