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Politische Erhebungen Neues Institut für SRG-Trendumfragen vor Wahlen



Das Forschungsinstitut GfS Bern wird für die SRG auch bei den kommenden Abstimmungen Trendumfragen und Hochrechnungen durchführen.

Das Forschungsinstitut GfS Bern wird für die SRG auch bei den kommenden Abstimmungen Trendumfragen und Hochrechnungen durchführen.

(Keystone)

Die Forschungsstelle Sotomo in Zürich wird in der Legislaturperiode 2016 bis 2019 bei den eidgenössischen Wahlen die Trendumfragen für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) durchführen. Für die Trendumfragen vor den Abstimmungen sowie für Hochrechnungen am Abstimmungstag schenkt die SRG weiterhin dem Forschungsinstitut GfS Bern das Vertrauen.

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) führt vor eidgenössischen Wahlen und Abstimmungen seit 1998 jeweils Trendumfragen und am Abstimmungstag Hochrechnungen durch. Traditionell führt das Forschungsinstitut GfS Bern die Trendstudien und Hochrechnungen im Auftrag der SRG durch. Die SRG hat diesen Auftrag neu ausgeschrieben und nach einem umfangreichen Evaluationsverfahren unter Einbezug externer Fachleute entschieden: Bei Trendumfragen vor eidgenössischen Wahlen kommt neu das Institut Sotomo zum Zug. Sotomo werde die Meinung der Bevölkerung mit Online-Befragungen einholen. Bei Wahlen benötige die befragte Person keine Erläuterungen, erklärt die SRG. Auch könne mit einer Online-Befragung eine grosse Anzahl Personen einfach erreicht werden.

Für Trendumfragen vor Abstimmungen und Hochrechnungen am Abstimmungssonntag werde die Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut GfS Bern fortgesetzt.

Neu werde GfS zudem die Ergebnisse eidgenössischer Wahlen hochrechnen. 

Die beiden Institute würden die Anforderungen punkto Qualität und Preis sowie die Ansprüche der SRG-Medien in den vier Landesteilen insgesamt am besten erfüllen, teilte die SRG in einem Communiqué mit. Trendumfragen stehen in der Öffentlichkeit immer wieder in der Kritik: Obwohl solche Befragungen eine Abstimmung grundsätzlich nicht voraussagen können, sondern lediglich als Momentaufnahme starke Hinweise auf den Abstimmungsausgang geben. 

Mit der Vergabe an diese zwei Bewerber setze die SRG auf einen Methodenmix. Neu werde Sotomo vor Wahlen mit Onlinebefragungen die Meinung der Bevölkerung einholen. GfS Bern werde weiterhin mit computergestützten Telefonbefragungen die Abstimmungstrends eruieren, heisst es weiter. Dies geschehe neu sowohl mit Mobil- als auch Festnetzanrufen.

Auch andere Medienhäuser wie Ringier oder Tamedia führen Trendumfragen durch. Als unabhängiges Service-Public-Unternehmen müsse sich die SRG bei der Einschätzung der politischen Stimmungslage aber auf eigene Umfragen abstützen. Sie könne sich nicht auf Erhebungen verlassen, deren Methodik und journalistische Erwägungen sie nicht kenne.

Die Trendumfragen und Hochrechnungen sind nicht zu verwechseln mit den Abstimmungsanalysen. Diese hatte der Bund Ende 2015 für die nächsten vier Jahre an die "Schweizer Stiftung für die Forschung in den Sozialwissenschaften" (FORS) vergeben. FORS wird die wissenschaftlichen Nachbefragungen und Analysen mit dem Zentrum für Demokratie Aarau und dem Befragungsinstitut LINK durchführen. Das Auftragsvolumen beträgt 1,8 Millionen Franken. Darin enthalten sind die Kosten für die Analyse von 15 Abstimmungen mit insgesamt 50 Vorlagen. 

swissinfo.ch

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