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Neuer Fifa-Präsident


Gianni Infantino heisst der Nachfolger von Sepp Blatter




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Gianni Infantino wird allerhand zu tun haben, um Ordnung in die Fifa zu bringen. (Keystone)

Gianni Infantino wird allerhand zu tun haben, um Ordnung in die Fifa zu bringen.

(Keystone)

Gianni Infantino ist der neue Präsident des krisengeschüttelten Weltfussballverbandes Fifa. Am ausserordentlichen Kongress in Zürich wählten die 207 Fifa-Delegierten den Nachfolger von Sepp Blatter, der ebenfalls Schweizer ist. Vor der Wahl winkten die Funktionäre ein Paket zur Reform der schwer angeschlagenen Organisation durch.

Hauptpunkt des Fifa-Kongresses war die Wahl des neuen Fifa-Präsidenten. Gianni Infantino, bisher Generalsekretär des europäischen Fussballverbandes Uefa, und Scheich Salman Al Khalifa, Mitglied des Herrscherhauses aus Bahrain: Diese beiden hatten die grössten Chancen, Nachfolger Blatters zu werden.

Infantino erhielt im zweiten Wahlgang 115 Stimmen und brachte damit die erforderliche einfache Mehrheit zustande. Sein bahrainischer Haupt-Konkurrent kam auf 88 Stimmen. Der jordanische Prinz Ali bin al-Hussein brachte es noch auf vier Stimmen, der Franzose Jérôme Champagne erhielt keine Voten mehr. Erstmals seit 1974 war es wieder zu einem zweiten Wahlgang gekommen. Im ersten Umgang hatten Infantino und Scheich Salman nur drei Stimmen (88:85) getrennt.

Gianni Infantino ist schweizerisch-italienischer Doppelbürger. Er wurde am 23. März 1970 in Brig als Sohn italienischer Immigranten geboren. Infantino ist verheiratet und hat vier Kinder. Der Rechtsanwalt ist seit August 2000 bei der Uefa tätig. 

Der Kanton Wallis und die Stadt Brig haben sich erfreut gezeigt über die Wahl des Wallisers Gianni Infantino. Auch Sportminister Guy Parmelin gratulierte Infantino zum neuen Job. Parmelin wünsche Infantino "für die anspruchsvolle Aufgabe" alles Gute, teilte der Bundesrat mit. Er hoffe, dass die juristischen Probleme der Fifa unter der neuen Führung rasch geklärt würden, mehr Transparenz einkehre und der Fussball künftig wieder im Vordergrund stehe.

Erfreut über die Wahl von Infantino äusserte sich die Stadtgemeinde Brig-Glis. "Wir sind stolz, mit Gianni Infantino eine herausragende Persönlichkeit unserer Stadt an der Spitze des Weltfussballverbandes zu sehen", hiess es in einer Medienmitteilung.

Die Wahl sei die Erfüllung einer bemerkenswerten und durch Kompetenz, Professionalität und Gespür für Dialog geprägten Karriere, sagte Jacques Melly, Präsident der Walliser Kantonsregierung, gegenüber der Nachrichtenagentur sda. "Die kommenden Wochen werden für das Image und das Vertrauen in die Fifa entscheidend sein, und ich bin davon überzeugt, dass der neue Präsident die Herausforderungen bewältigen wird", sagte Melly.

Reformpaket schlank durch

Vor der Wahl standen die Reformen auf der Traktandenliste. Und diese haben die Delegierten am Fifa-Kongress im Hallenstadion quasi im Eilzugsverfahren durchgewunken.

Mehr Transparenz, Beschränkung der Amtszeit des Präsidenten, verbesserte Gewaltenteilung, Integritäts-Checks, Frauen-Quote: Mit diesem Paket will die Fifa aus dem Sumpf von Korruptionsverfahren herausfinden und sich eine moderne Struktur verpassen. Für die Annahme waren 75% der 207 Delegiertenstimmen notwendig.

swissinfo.ch

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